Unfreundlicher Busfahrer behält beschädigte Fahrkarte ein

Unfreundlicher Busfahrer behält beschädigte Fahrkarte ein

Schülerin soll vorübergehend Einzeltickets lösen – Beträge sollen im Nachhinein erstattet werden – Mutter bittet um automatische Gutschrift

Einen unerfreulichen Start hatten Rohrbacher Schüler vor einigen Tagen an der Bushaltestelle in der Bahnhofstraße beim Einsteigen der Linie 522. Wie Leser-Reporterin Stefanie Michaeli berichtete, erhielt sie am frühen Vormittag einen Anruf ihrer Tochter, die ihr unter Tränen erzählte, von einem Busfahrer aufgrund ihrer beschädigten Fahrkarte (eine Abo-Karte in Scheckkartenformat) angeschrien worden zu sein. Die Fahrkarte behielt der Busfahrer ein. Dieses Verhalten zeigte er auch gegenüber anderen Kindern. In den Telefonaten mit SaarVV und Saar Mobil wurde Michaeli erklärt, sie könne die Karte ihrer Tochter im Stadtbusbüro in St. Ingbert abholen, zudem entschuldigte man sich für das Verhalten des Busfahrers.

Im Stadtbusbüro allerdings teilte ein "recht unfreundlicher Mitarbeiter", so Michaeli, ihr mit, dass nach Rücksprache mit SaarVV eine Aushändigung der Karte nicht möglich sei, da nur noch die elektronischen Tickets Gültigkeit besäßen. Als Michaeli entgegnete, sie habe kein e-Ticket, meinte der Mitarbeiter, dies sei ihm egal und er könne ihr nicht weiterhelfen.

Auf Bitte Michaelis seinen Namen zu nennen, verweigerte er ihr diese Auskunft. Ein erneutes Telefonat Michaelis mit SaarVV ergab, dass es zwischen diesem und dem Stadtbusbüro nie eine Rücksprache hinsichtlich der Aushändigung der Fahrkarte gegeben hatte und die e-Tickets frühestens Mitte des Jahres an die Kunden verschickt würden.

Michaeli bestand erneut erfolglos auf Rückgabe der Karte, denn der Mitarbeiter "hat mich glattweg angelogen, was die Rücksprache mit SaarVV angeht. Nachdem diese Lüge rauskam, bezieht er sich jetzt darauf, dass er die Karte nicht mehr rausgibt, da sie gebrochen ist." Eine neue Karte koste zehn Euro.

Michaeli solle nun die Fahrten ihrer Tochter einzeln bezahlen, bis ihr eine neue Karte zugestellt wurde. Eine SaarVV-Mitarbeiterin bot ihr "freundlicherweise an, diese Beträge im Nachhinein zu erstatten".

"Ich sehe aber nicht ein, dass ich mir die Arbeit mache und die Belege einreiche, Porto zahle und meine Zeit damit verbringe, die Rückerstattung einzufordern", so Michaeli. Sie bat um eine automatische Gutschrift, bis eine neue Karte vorhanden sei.

Michaeli wies nochmals ausdrücklich daraufhin, dass die Mitarbeiter von SaarVV und Saar Mobil sehr kompetent und freundlich während der Telefonate waren. Ihre Beschwerde richte sich ausschließlich an den Busfahrer und den Mitarbeiter des Stadtbusbüros.

Den Tipp zu diesem Artikel erhielten wir von Leser-Reporterin Stefanie Michaeli. Wenn auch Sie als Leser-Reporter Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (0681) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie das Formular: www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter .