Bürger diskutieren über mehr Tempo 30 „Ich finde, St. Ingbert ist eher unfreundlich gegenüber Autofahrern“

St. Ingbert · Sollte es in St. Ingbert mehr Tempo 30 und einen größeren Fokus auf Radwege geben? In der Kommunalpolitik wird das Thema hitzig diskutiert. Aber was sagen die St. Ingberter selbst?

 St. Ingbert hat einige große Parkplätze, wie hier der Marktplatz mit dem Rathaus im Hintergrund. Für Autofahrer ist das ein toller Service, auf den sie nicht gerne verzichten wollen. Autokritiker machen auf die enorme Fläche aufmerksam, die das Auto im städtischen Raum beansprucht.

St. Ingbert hat einige große Parkplätze, wie hier der Marktplatz mit dem Rathaus im Hintergrund. Für Autofahrer ist das ein toller Service, auf den sie nicht gerne verzichten wollen. Autokritiker machen auf die enorme Fläche aufmerksam, die das Auto im städtischen Raum beansprucht.

Foto: Michael Beer

Wie viel Auto braucht der Mensch, wie viel Auto verträgt die Stadt? Straßenzüge wie die Kohlenstraße, die Saarbrücker Straße oder Kaiserstraße durchziehen St. Ingbert als dicke Verkehrsadern. Große Parkplätze auf dem Marktplatz, hinter dem Rathaus oder zu beiden Seiten der Poststraße fressen jede Menge Raum. In der Diskussion im Rat um die nötigen Parkgelegenheiten an der Alten Baumwollspinnerei als künftigem Verwaltungssitz wurde es noch einmal deutlich: Unsere fahrbaren Untersätze brauchen viel Platz und geben den Takt vor im öffentlichen Raum. Während die Grünen auf eine möglichst große Beschränkung am neuen Rathaus plädierten, erklärte FDP-Mann Andreas Gaa, anstelle von 50 oder 60 Plätzen seien 150 nötig. Ist das noch zeitgemäß? Neben den Grünen hat auch die Linke in der Mittelstadt kürzlich auf Tempo 30 und mehr Lebensqualität im Straßenraum gedrungen. Der Fahrradclub St. Ingbert (ADFC) und der örtliche Verkehrsclub (VCD) streben ebenfalls Veränderungen an. Geht es der Blechkarosse als liebstes Kind an den Kragen?