Ulli Meyer ist OB-Kandidat der CDU St. Ingbert

OB-Kandidat der CDU : Ulli Meyer wirft den Hut in den Ring

Jetzt ist es offiziell: Der 45-jährige Ortsvorsteher von St. Ingbert-Mitte wird im kommenden Jahr bei der OB-Wahl kandidieren.

Jetzt ist es bereits ein Trio, das bei der Oberbürgermeisterwahl im nächsten Jahr in St. Ingbert kandidieren wird. Neben Amtsinhaber Hans Wagner (parteilos) und dem SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Sven Meier wird auch Ortsvorsteher Ulli Meyer (CDU) antreten. Dass er am 26. Mai bei der Direktwahl auf dem Stimmzettel stehen will, hat Meyer erstmals öffentlich gesagt, als er am Montagabend gemeinsam mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Pascal Rambaud zu einem Gespräch  in der St. Ingberter SZ-Lokalredaktion war.

Rambaud erläuterte dabei, wie die  CDU ihren Kandidaten gesucht und gefunden hat. Seit gut einen halbem Jahr habe sich ein Gremium mit der Frage befasst „Was ist wichtig für das Amt des OB?“. Ein knappes Dutzend St. Ingberter Christdemokraten seien beteiligt gewesen, repräsentativ ausgewählt. Erfahrene und jüngere Parteimitglieder, Frauen und Männer, CDU’ler aus den Stadtteilen. Für das geforderte Persönlichkeitsprofil hätten sich drei Anforderungen ergeben. „Unser Kandidat sollte fachliche Kompetenz besitzen, gerade im Umgang mit der Verwaltung. Er sollte sich zudem in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Und nicht zuletzt sollte er Ideen haben, wie die Herausforderungen für unsere Stadt angegangen werden – etwa bei Wohnen und Wirtschaft oder konkreten Vorhaben wie Baumwollspinnerei und Alte Schmelz“, zählte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende auf.  All das habe letztlich auf Ulli Meyer gepasst. Der habe dann in einer Vorstandssitzung des CDU-Stadtverbandes vor knapp 14 Tagen seine Bereitschaft erklärt, als Bewerber für das OB-Amt anzutreten.

Dass Meyer ein möglicher OB-Kandidat sein könnte war auch jenseits seiner Partei in St. Ingbert schon lange ein Thema. Es folgte der Namensnennung jedoch häufig ein Aber. Wäre das Amt des Oberbürgermeisters für den Staatssekretär nicht doch ein Rückschritt? Mit weniger Prestige und geringerer Besoldung. „Die Aufgabe als Staatssekretär ist sehr reizvoll und ich mache sie gerne“, antwortete Ulli Meyer. „Ich bin aber St. Ingberter und hänge mit dem Herzen an meiner Heimatstadt.“  Insofern sei das OB-Amt eine Lebensaufgabe und habe einen besonderen Reiz, denn „als St. Ingberter sehe ich viele Chancen für unsere Stadt“.

Drei Worte nannte der Staatssekretär und Ortsvorsteher als Hauptmotive seiner Kandidatur: Gemeinsam Zukunft schaffen. Vor allem, dass in St. Ingbert wieder mehr Gemeinsamkeit entstehe, sei ihm ein besonderes Anliegen. Angelehnt an Johannes Raus „Versöhnen statt spalten“ verstehe er sich auch nicht als reiner Parteikandidat. Die Zukunftsaufgaben in St. Ingbert brauche eine breite Basis bei Bürgern und Parteien. Hierzu gehörten eine bessere Kinderbetreuung und FGTS, die Entwicklung von Gewerbegebieten und Wohnbebauungen, vor allem aber „eine lebendige Kernstadt, in der Wohnen und Leben attraktiv ist“.

Das Ziel, ein möglichst hohe Akzeptanz der Kandidatur zu erreichen, werde die nächsten Wochen bestimmen, betonten Meyer und Rambaud übereinstimmend. Hineinhören wolle man in die eigenen Reihen, aber auch in die Stadt. Denn gerade die verschiedenen Bürgerinitiativen in jüngerer Zeit hätten deutlich gemacht, dass neue Instrumentarien nötig seien, um die St. Ingberter Bürger in politische Prozesse einzubinden und ihre Argumente zu verstehen.

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