Über die Leinwand ins All

St. Ingbert. Der überregional bekannte Filmemacher Sebastian Voltmer ist am Sonntag, 24. Juni, um 19 Uhr zu Gast in der Kinowerkstatt. Er wird aus aktuellem Anlass seinen Film "Wiederkehr des Mars - special edition" persönlich vorstellen. Im Anschluss ist eine Himmelsbeobachtung im Garten der Kinowerkstatt vorgesehen, wenn das Wetter mitspielt

St. Ingbert. Der überregional bekannte Filmemacher Sebastian Voltmer ist am Sonntag, 24. Juni, um 19 Uhr zu Gast in der Kinowerkstatt. Er wird aus aktuellem Anlass seinen Film "Wiederkehr des Mars - special edition" persönlich vorstellen. Im Anschluss ist eine Himmelsbeobachtung im Garten der Kinowerkstatt vorgesehen, wenn das Wetter mitspielt.Die Kino-Dokumentation ist über einen Zeitraum von 15 Jahren entstanden. Bildsprache, Text, Musik und die aufwendige originelle Machart haben dem Autor in den USA kürzlich vier internationale Film-Preise eingebracht. Das von der "Hessischen Filmförderung" unterstützte Projekt ist in wenigen Wochen besonders aktuell, weil im August der größte Mars-Rover, der je gebaut wurde, auf dem "Roten Planeten" landen und seine Arbeit aufnehmen wird. "Curiosity" heißt das spektakuläre rollende chemische Labor zur Untersuchung des Mars-Gesteins. Die NASA stellte Sebastian Voltmer Film-Material zur Verfügung, das er in seine spannende Doku mit einbezogen hat. Ein sehenswerter, anschaulicher und leicht verständlicher Film mit weltweit entstandenen eindrucksvollen Bild-Impressionen. Nicht nur Astronomie-Interessierte werden ihre Freude daran haben.

Als besondere Zugabe zeigt Sebastian Voltmer seinen 2011 entstandenen Film mit den Raumfahrtlegenden Neil Armstrong und seinem Mannschaftskollegen von Apollo 11, Buzz Aldrin. Sebastian Voltmer nutzte die Gelegenheit, während des Starmus-Festivals auf Teneriffa im Juni 2011 mit den beiden über ihre Erlebnisse zu sprechen. "Aber auch den Freund von Juri Gagarin (erster Mensch im All), Alexej Leonow, der als erster Mensch außerhalb eines Raumschiffs im Weltall schwebte, hatten wir vor der Kamera", berichtet Voltmer.

Fern politischer Grenzen

Was zu Zeiten des Kalten Kriegs undenkbar gewesen wäre, ist heute möglich, ohne politische Probleme für sich befürchten zu müssen: Der russische Kosmonaut Alexei Leonow spricht über seinen abenteuerlichen Raumflug an Bord von Woschod 2 im Jahr 1965. Um ein Haar wäre dabei der erste Raumfahrer der Geschichte ums Leben gekommen, wie der Kosmonaut im Interview mit Sebastian Voltmer freimütig berichtet. Sein Raumanzug hatte sich während des ersten Außenbordeinsatzes der Raumfahrtgeschichte stark aufgebläht, so dass er nicht mehr in die enge Luftschleuse seines Raumschiffs hineinpasste. Erst mit Tricks gelang es Leonow schließlich doch noch, in seine rettende Raumkapsel zurückzukehren. Seinerzeit war davon nichts zu hören, Probleme wurden von der sowjetischen Propaganda verschwiegen. red

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