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TV Niederwürzbach gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Handball : TVN gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Im Sport gibt es Niederlagen, die manchmal einfach nicht zu vermeiden sind. Wenn der Gegner einfach besser war. Und es gibt solche, bei denen man sich fragt: Wie konnte das noch passieren? So ähnlich erging es dem TV Niederwürzbach in seinem Heimspiel am Samstag.

„Das ist nur auf uns zurückzuführen. Wir haben am Ende wirklich fast alles dafür getan, dass Merzig noch gewinnt“, lautete das bittere Fazit von Maximilian Bölke, nachdem der linke Rückraum mit dem TV Niederwürzbach im Heimspiel gegen den HSV Merzig/Hilbringen einen fast sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hatte.

Dass es überhaupt zur 22:18-Führung (51. Minute) kommen konnte, war ohnehin ein wenig überraschend, fehlten beim TVN doch weiterhin Kreisläufer Aaron Braun und der einzige Linkshänder auf dem Rückraum, Maximilian Junius. „Auch sie sind ein bisschen gebeutelt, was Verletzungspech angeht“, stellte Bölke über den Gegner klar. Für Junius sprang Johannes Leffer ein. Der ehemalige Co-Kapitän steuerte sechs Tore bei. Er war neben Bölke, dessen Würfe elf Mal das Tornetz fanden, mit sechs Treffern der im Angriff gefährlichste Spieler und ein wichtiger Faktor in der Niederwürzbacher Aufholjagd. Nach frühem 4:8-Rückstand konnte der TVN direkt nach der Halbzeit ausgleichen (11:11) und sich dann Stück für Stück mit vier Toren absetzen. Dann stellte der HSV auf eine doppelte Manndeckung gegen Bölke und Leffer um. „Da waren wir zu hektisch. Wir sind mit der Manndeckung nicht zurechtgekommen und haben es verpasst, den Sack zuzumachen“, meinte Bölke, der anmerkt: „Es gab ein paar unglückliche Situationen, zu schnelle Abschlüsse und zwei Zeitstrafen. Da musst du, wenn du den Sieg aus der Hand gibst, so cool sein und das Unentschieden retten.“ Fünf Minuten vor Schluss lagen die Hausherren immer noch 24:22 vorne. Nur das verflixte Tor sollte nicht mehr fallen. Merzig glich in einfacher Überzahl zwei Minuten vor Schluss aus und ging 15 Sekunden später mit 25:24 in Führung. Der letzte Angriff der Niederwürzbacher, in doppelter Unterzahl, verpuffte. Bölke: „Am Ende ist das richtig bitter für uns, dass nichts Zählbares dabei rausgekommen ist. Mit tut es vor allem Leid für die Mannschaft. Aber nach dem Umbruch bleiben so Sachen einfach nicht aus“, fand der Co-Kapitän aufbauende Worte. So liegt der TV Niederwürzbach mit vier Punkten auf dem geteilten zehnten Platz, drei Plätze hinter Lokal-Rivale SGH St. Ingbert.

Die SGH hatte ebenfalls am Samstag die HSG DJK Nordsaar zu Gast in der Ingobertushalle. In der sehr torreichen Partie mussten sich die Gastgeber nach einem ausgeglichenen Spielverlauf – nach 57 Minuten stand es 32:32 – im Endspurt geschlagen geben. Die SGH verlor 33:35.

Tore für den TV Niederwürzbach: Maximilian Bölle (11/3), Johannes Leffer (6), Maurice Brill (2), Nils Lauer (2), Kevin König (1), Philipp Leffer (1), Yannick Pressmann (1).
Tore für die SGH St. Ingbert: Michael Bauer (10), Hendrik Rolshausen (7), Juraj Urban (5/2), Jaroslav Dobrovodsky (4), Philip Forster (4), Lars Schirra (2), Fabian Abel (1).