Trommelklänge und Indianergesang

Der Heimat- und Verkehrsverein verwandelte den Niederwürzbacher Weiher in ein Indianer-Reservat. Auf dem Badeplatz waren große Tipis aufgebaut mit Alltags- und Gebrauchsgegenständen der Indianer.

Niederwürzbach. Das Wetter zeigte sich am Samstag zumindest sehr launisch, die Indianer im Reservat Niederwürzbach brauchten keine Regengesänge anzustimmen. "Country'n'Werzbach" heißt die neue Veranstaltung des Heimat- und Verkehrsvereins.Im letzten Jahr hatte man begonnen, damals noch mit einem anderen Konzept, die Motocross-Strecke in der Lettkaul war damals der Veranstaltungsort.

In diesem Jahr ist man zurück ins Dorf, wollte bewusst den Weiher mit einbeziehen: "Der Weiher ist das Herzstück Niederwürzbachs, ihn wollen wir mit solchen Aktionen in den Vordergrund rücken", erläuterte Stefan Paul, Schriftführer und Pressesprecher des Heimat- und Verkehrsvereins, die Konzeption. Der Würzbacher Weiher sei sozusagen die "klassische Veranstaltungslocation" und für solche Veranstaltungen wie geschaffen. "Wir haben auch bewusst die beiden ortsansässigen Gastronomen Manfred Becker (Biergarten "Philippslust") sowie Roland Jene ("Petriklause") mit eingebunden". Man wolle den Weiher als touristisches Ziel herausstellen und mit diesen Aktionen einer breiten Öffentlichkeit noch bekannter machen.

Überregionale Größen

Dazu trugen auch die Bands bei, so die Meinung des veranstaltenden Heimat- und Verkehrsvereins, seien diese Gruppen doch überregionale Größen, die auch Publikum aus dem weiteren Umkreis anlockten.

So seien auch Gäste aus Rheinland-Pfalz und Elsass-Lothringen gekommen.

Natürlich sei das Wetter am Samstag nicht optimal gewesen, aber der Zuspruch bei diesem wechselhaften Wetter sei schon sehr gut gewesen, stellte Stefan Paul heraus. Das alles sei sehr viel Arbeit gewesen und Paul hob das große Engagement seiner Vorstandskollegen heraus: "Hier wurde sehr viel eingebracht, sowohl an Arbeit als auch an finanziellem Engagement", unterstrich der Pressesprecher des Vereins. Auch Ortsvorsteher Michael Wons lobte das Engagement, schließlich sei auch diese Veranstaltung wieder eine gute Werbung für den Ort.

Es war in der Tat eine ganz besondere Atmosphäre, die den Besucher umfing. Dumpfe Trommelschläge und eintöniger, aber sehr eindringlicher Indianergesang konnte der Besucher schon von Weitem wahrnehmen.

Auf dem Badeplatz (so die Bezeichnung der Würzbacher für die Liegewiese am Weiher) waren große Tipis aufgebaut mit Alltags- und Gebrauchsgegenständen der Indianer. Viele Indianer im passenden Outfit, auch viele Cowboys, West- und Südstaatler unter den Besuchern. Der Publikumsmagnet schlechthin indes war die "Rio Grande Ferry", eine Weiherfähre des THW, die zwischen dem Badeplatz und der Fischerhütte verkehrte.