Tourismus hat Priorität

Niederwürzbach. Die Stimmung war gut, der Ton eher moderat: Beim Neujahrsempfang der Niederwürzbacher CDU - zum ersten Mal fand die Veranstaltung im DRK-Haus statt - begrüßte der neue CDU-Ortsvorsitzende, Ortsvorsteher Michael Wons, die zahlreichen Gäste

Niederwürzbach. Die Stimmung war gut, der Ton eher moderat: Beim Neujahrsempfang der Niederwürzbacher CDU - zum ersten Mal fand die Veranstaltung im DRK-Haus statt - begrüßte der neue CDU-Ortsvorsitzende, Ortsvorsteher Michael Wons, die zahlreichen Gäste. Er ließ das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren, erinnerte an das größte Ereignis im größten Stadtteil, die Einweihung der neuen Würzbachhalle. Viele Projekte seien zudem angestoßen oder verwirklicht worden.

So habe der Entsorgungsverband Saar (EVS) in Niederwürzbach allein für Kanalbauwerke in der Hallenstraße rund 1,2 Millionen Euro investiert. Wons verwies auf seine Bemühungen, Niederwürzbach "touristisch an die Spitze zu bringen" und damit noch weiter aufzuwerten. So sei etwa eine Arbeitsgemeinschaft Würzbacher Weiher unter seiner Leitung ins Leben gerufen worden. Kurz ging der CDU-Vorsitzende auch auf die beiden Wahlen im vergangenen Jahr ein, bei denen man nur nach Auszählung der Briefwahlen mit dem Würzbacher und dem Seelbacher Ergebnis einigermaßen zufrieden war. Und einen kleinen Seitenhieb konnte sich Wons nicht verkneifen. Er ging auf die "Pressekampagne der SPD" ein: "Getroffene Hunde bellen", so sein Fazit. Und auch das leidige Thema Verbrauchermarkt schnitt Wons an: "Beginnen Sie jetzt!", appellierte der Ortsvorsteher an die Investoren. Man werde "keine weitere Verzögerung dulden". Wons stellte die Frage in den Raum, ob es denn bei den Investoren nur um Ankündigungen gegangen sei, um potenzielle Konkurrenten zu verhindern. Ebenso kündigte er die Sanierung der Straße zur Lettkaul an, am Badeplatz solle ein Steg gebaut werden, und auch der Weg von der Fischerhütte bis zur Leffer-Brücke werde saniert. Besonders stolz sei man darüber, den Zuschlag für das Biosphärenfest (Sonntag, 25. August) erhalten zu haben: "Das zeugt von Vertrauen in ein reges Vereinsleben und eine intakte Dorfgemeinschaft", stellte der Ortsvorsteher stolz fest.

Dies bekräftigte auch noch einmal Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, die ebenfalls an den zurückliegenden Bürgermeisterwahlkampf erinnerte. Man habe in Niederwürzbach nicht so gut abgeschnitten: "Kein Wunder, schließlich hat der Mitbewerber alles versprochen, koste es, was es wolle". Aber diese "unseriöse Politik" sei dem Stadtteil erspart geblieben. Auch die Bürgermeisterin erinnerte an den Neubau der Würzbachhalle, mit fast fünf Millionen Euro Investitionssumme sei dies das größte Bauprojekt der Stadt bisher gewesen.

Mit verschiedenen weiteren Baumaßnahmen werde man Blieskastel fit für die Zukunft machen. In Sachen Mähboot zur Entkrautung des Weihers sei man zuversichtlich, man habe mit dem Fischereiverband bereits Verhandlungen aufgenommen. "Und wenn es denn der Sache dienlich wäre, würde ich sogar den Fischerei-Schein machen", scherzte die Bürgermeisterin.

Hauptredner des Neujahrsempfangs war der Bundestagsabgeordnete Alexander Funk, der einen weiten Bogen spannte von der Einrichtung von Krippenplätzen bis hin zur Eurokrise. Funk hatte diesbezüglich in einigen Abstimmungen gegen die Fraktion und die Kanzlerin gestimmt. Traditionell klang der Neujahrsempfang mit sinnlich-heiteren Worten in lothringischem Dialekt aus. Die Grüße der Freunde aus Ormersviller überbrachte wie immer der frühere Ormersviller Maire Remy Mayer. "Das zeugt von Vertrauen in ein reges Vereins-

leben." Ortsvorsteher Michael Wons über das Biosphärenfest