Topmodisch in die fünfte Jahreszeit

Wer noch unschlüssig ist, was er an Fastnacht anziehen soll, der findet im Rohrbacher Kostümverleih am Gutenbergring mit Sicherheit das Richtige: Rund 1200 Verkleidungen von der Mumie zum römischen Legionär, Inhaberin Vevi Hoffmann hat für jeden Geschmack das passende Kostüm oder das passende Accessoire im Fundus.

Homburg/Rohrbach. Da ist sie wieder! So kurz vor der heißen Phase des Fastnachtsrummels stellen sich viele die Frage: Was ziehe ich nur an? Soll ich mit vorhandenem Material improvisieren? Möchte ich überhaupt in eine Faschingsgarderobe investieren? Will ich was Eigenes oder kann ich mir was ausleihen? Für alle, die in einem riesigen Fundus ausgefallener Kostüme stöbern möchten, hat der Rohrbacher Kostümverleih von Vevi Hoffmann einiges zu bieten. Im Keller des Hauses am Gutenbergring 1 sind derzeit 1200 Kostüme vorrätig.Und die sind durchaus erschwinglich: Von fünf Euro fürs Baby-Kostüm über zehn Euro für Modelle, die bereits einige Sessionen vorrätig sind, 25 Euro für Edel-Stücke wie die derzeit sehr gefragten Barock-Kleider bis hin zu 90 Euro für das teuerste Stück, eine "Mumie", wie Vevi Hoffmann sie nennt. Dafür bekommt man dann aber ein einzigartiges Outfit eines Ägypters mit Totenmaske. Besonders angesagt sind dieses Jahr barocke Themen. "Vor allem junge Mädchen lieben die Kostüme wegen der schwingenden Reifröcke. Das erinnert so ein bisschen an Brautkleider", weiß Vevi Hoffmann. Aber nach dem großen St. Ingberter Oktoberfest sind auch Dirndl und Lederhosen stark im Rennen. "Auch Piraten sind immer noch ein Thema." Und das, obwohl der "Fluch der Karibik" schon etwas länger vorbei ist. "Der Trend geht aber auch zu Feen oder Elfen - sowohl für Erwachsene als auch für Kinder." Aber auch "Tierisches" und Klassiker wie Mittelalter, Ritter, Clowns, Cowboy und Indianer und vieles mehr sind im Sortiment.

Selbst die Ausstattung ganzer Gruppen ist kein Problem. "Dann gibt es auch Rabatt", so Hoffmann. Keines der sehr hochwertigen Kostüme, die zum größten Teil aus dem europäischen Ausland kommen, geht hier ungereinigt aus dem Haus. Darum kümmert sich Vevi Hoffmann selbst. Und wer nur "Beiwerk" braucht, kann hier vom Engelsflügel bis zum Vampirzahn einiges käuflich erstehen. Wer lieber etwas Eigenes möchte, muss so kurz vorm Endspurt schnell sein: "Wir haben nämlich nicht mehr viel", sagt Myriam Tries, Verkäuferin im Rofu Kinderland. Auch hier waren es die Piraten, die am besten liefen. "Davon haben wir nichts mehr. Auch der Cowboy geht immer. Dafür läuft der Indianer nicht so gut." Auffallend sei, dass die Leute eher darauf schauten, was nicht zu teuer ist, als darauf, was momentan "in" sei. "Bei den ganz kleinen Mädchen ist auch die Prinzessin gefragt und für die Jungs der Ninja. Die größeren Mädchen wollen dieses Jahr lieber etwas cooler sein." Marliese Schmadel von Spielwaren Jungfleisch meint: "Dieses Jahr ist bei uns kein Trend abzusehen. Vielleicht geht es etwas weg vom Piraten hin zu den Hippies. Aber wir lösen auch unser Faschingslager auf. Das bedeutet, dass wir nichts an neuen Kostümen hinzugenommen haben."

Sehr viel gekauft würde Zubehör wie Strümpfe, Handschuhe, Hüte oder die Federboa für die Kappensitzung. Und Kinderkostüme seien nach wie vor gefragt: "Tierkostüme, Cowboy und Indianer gehen ganz gut. Aber auch Pippi-Langstrumpf ist als Kostüm gefragt."

Allgemein stellt Marliese Schmadel fest: "Die Leute schauen aufs Geld. Nur wer gezielt nach etwas Bestimmtem sucht, ist auch bereit, höhere Preise zu zahlen." "Vor allem junge Mädchen lieben barocke Kostüme wegen der schwingenden Reifröcke. Das erinnert so ein bisschen an Brautkleider."

 Als römischer Legionär kann auch Mann Rock tragen.
Als römischer Legionär kann auch Mann Rock tragen.
 Als Orang-Utan wird einem beim Umzug schön warm.
Als Orang-Utan wird einem beim Umzug schön warm.
 Die "Mumie" mit Totenmaske ist das Teuerste im Fundus.
Die "Mumie" mit Totenmaske ist das Teuerste im Fundus.

Vevi Hoffmann, Kostümverleiherin