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THW schützt Wohnhaus in St. Ingbert vor Einsturz

Einsatz in St. Ingbert : THW stützt einsturzgefährdetes Wohnhaus ab

Die Einsatzkräfte konnten das betroffene Gebäude sowie die umliegenden Häuser vor Schlimmerem bewahren.

. Über 20 Helfer des THW Ortsverbandes St. Ingbert mussten am Dienstagnachmittag, 11. Mai, ein leerstehendes Wohnhaus in der St. Ingberter Innenstadt abstützen, das einstürzen drohte. Durch ihre fachmännische Hilfe konnten die Einsatzkräfte jedoch das betroffene Gebäude sowie die umliegenden Häuser vor Schlimmerem bewahren.

Um 15.45 Uhr wurde der Technische Zug des THW Ortsverbandes St. Ingbert von der Unteren Bauaufsichtsbehörde der Stadt St. Ingbert (UBA) Über die Integrierte Leitstelle Saarland (ILS) zu einem Einfamilienhaus in der vorderen Teil der Blieskasteler Straße alarmiert. Die UBA war zuvor von einem Bewohner eines Nachbarhauses verständigt worden. Der Mann hatte Lärm aus dem betroffenen Haus wahrgenommen und vermutet, dass ein Wand eingestürzt sein könnte.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurde durch die UBA und einen hinzugezogenen, externen Statiker die Einsturzgefahr des seit Jahren leerstehenden Hauses bereits festgestellt. Einsatzauftrag für das THW St. Ingbert war dann das Abstützen einer seitlichen Wand, die an das Nachbarhaus angrenzt.

 Ein einsturzgefährdetes Wohnhaus in der Blieskasteler Straße in St. Ingbert rief das THW auf den Plan.
Ein einsturzgefährdetes Wohnhaus in der Blieskasteler Straße in St. Ingbert rief das THW auf den Plan. Foto: Günter Schwan/THW/Günter Schwan

Beim Betreten des Hauses stellten die Helferinnen und Helfer fest, dass ein Teil einer Wand zu einem der Nachbarhäuser teilweise zusammengestürzt war. Eine Zwischendecke zum Obergeschoss existierte nicht mehr, so dass die Überreste dieser Wand durch nichts mehr gehalten wurden. Ein weiteres Problem offenbarte sich den Einsatzkräften beim Blick nach unten. Im Erdgeschoss war der Boden im Sandstein teilweise ausgeschachtet worden, vermutlich, um eine Art Keller auszuheben. Der „Kellerboden“ lag zudem voller Schutt. Dadurch bot sich zunächst keine Möglichkeit,  Stützen standfest in dem Gebäude aufzustellen. Außerdem war das verlassene Haus noch ans Stromnetz angeschlossen, so dass es zuerst stromlos geschaltet werden musste, berichtet der Pressesprecher des THW.

Nachdem im „Keller“ des Gebäudes ein fester Untergrund geschaffen wurde, konnten zwei etwa 4,50 Meter hohe Schnellbaustützen aus Aluminum aufgestellt werden, die mit Gerüstmaterial ausgesteift wurden.

Die Einsatzstelle wurde vom THW-Ortsverband schließlich gegen 23 Uhr der UBA übergeben. Im Einsatz waren 23 Helferinnen und Helfer des Technischen Zugs sowie fünf Einsatzfahrzeuge.