THW ist zu Hause angekommen

St. Ingbert. Das Technische Hilfswerk (THW) ist wieder zuhause. Die Pfarrer Armin Hook und Roland Wagner weihten am Sonntagmittag die mehr als 1,2 Millionen Euro teuren Neubauten an der Oststraße

St. Ingbert. Das Technische Hilfswerk (THW) ist wieder zuhause. Die Pfarrer Armin Hook und Roland Wagner weihten am Sonntagmittag die mehr als 1,2 Millionen Euro teuren Neubauten an der Oststraße. Die beiden Geistlichen kamen natürlich nicht still und heimlich durch den Hintereingang - allein in der vergrößerten Fahrzeughalle nahmen mehrere hundert Personen Platz, neben den befreundeten Ortsverbänden aus dem Saarland erschienen Vertreter von fast allen politischen Ebenen - vom Ortsratsmitglied bis fast zum Bundesumweltminister. Doch Peter Altmaier ließ sich durch den Präsidenten der Bundesanstalt, Albrecht Broemme, entschuldigen. Zur musikalischen Begleitung lud das THW Christine Hüls, Friederike Tosolini, Boris Henn und Hermann Müller ein. Das aus Lehrern der städtischen Musikschule St. Ingbert bestehende Quartett spielte klassische Musik.Knapp zwei Jahre dauerten die Bauarbeiten auf dem Stammareal an der Oststraße, für 15 Monate fand das THW Asyl an der Industriestraße in Rohrbach. Während dieser Zeit bekam das Heim des Ortsverbandes eine zweite Etage, etwa 300 Quadratmeter für Arbeitszimmer und Unterkünfte kamen so auf einen Schlag hinzu. Unter anderem fehlte in der Damen-Umkleide eine Dusche - jetzt ist sie da.

Wie wichtig diese Erweiterungen im großen Stil sind, betonten die Redner der Einweihungsfeier. Albrecht Broemme hofft, dass durch die neue Unterkunft neue Mitglieder dem Weg zum THW finden. "Sind die Unterkünfte nicht in Ordnung, hat man nämlich Probleme, Helfer zu gewinnen."

Oberbürgermeister Hans Wagner freute sich für das THW, dass er die Zeichen der Zeit erkannt und die eigene Zukunft gesichert habe. Ein Beispiel ist die Garage: "Die Fahrzeuge werden immer größer, dafür sind die Tore hoch genug. Da bin ich schon etwas neidisch", gestand er und wies darauf hin, dass auch er Umbauten und Modernisierungen auf Verwaltungsebene in Angriff nehmen müsse, "Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben."

Wagner kam natürlich nicht mit leeren Händen. "Aber was", überlegte er laut, "soll man einer Organisation schenken, die schon alles hat?" Die Entscheidung fiel auf ein Luftbild St. Ingberts mit renovierter Josefskirche.

Wolfram Zintel, Löschbezirksführer der Feuerwehr St. Ingbert-Mitte, brachte eine Floriansfigur aus Draht mit - auch de Schutzpatron der Feuerwehrleute dürfte einen Platz an einer der noch ziemlich kahlen Wände bekommen, in das jetzt so richtig Leben einziehen kann.