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Theater in Hassel wegen fehlender Beleuchtung verschoben

Ortsrat : Hasseler freuen sich auf Theaterstücke mit guter Beleuchtung

Im Ortsrat war man sich schon lange über die Anschaffung einer neuen Beleuchtungsanlage für die Alte Schulturnhalle einig. Nun konkretisierte er, wie sie finanziert werden soll.

Eigentlich sollte vor einiger Zeit das Theaterwochenende des Heimat- und Verkehrsvereins Hassel in der Alten Schulturnhalle stattfinden. Doch dies musste „aus technischen Gründen“ auf Ende April verschoben werden“, wie es im ,Hasseler Blädche‘ hieß. Der ausrichtende Verein und die Theatergruppe „So ein Theater“ aus Niederwürzbach würden die Absage sehr bedauern. Der technische Grund, der angegeben wurde, ist schlicht die fehlende Beleuchtungsanlage, für die sich der Ortsrat schon seit Jahren ausgesprochen hatte. Nur konkretisiert hatte er seine Wünsche nie. Die 60-Watt-Strahler reichten für die Ausleuchtung schon längst nicht mehr aus, so dass für Theaterveranstaltungen regelmäßig Lichttechnik von Fremdfirmen „ausgeborgt“ werden musste. Gegen Bezahlung, versteht sich. Das sollte mit der Anschaffung neuer Lichtquellen ein Ende haben. „Wir haben dies schon gefühlt 100 Mal beschlossen“, so der Ortsvorsteher Markus Hauck, „im Dezember 2012 haben wir den ersten Beschluss gefasst, dass die Beleuchtung aus den Dispositionsmitteln gestellt werden sollte. Es gab dafür keinen Haushaltstitel. Es wurde uns aber auch nie gesagt, dass wir dafür einen Titel angeben müssen.“ Das holte Hauck in der jüngsten Sitzung nach. Die Verwaltung hatte ein Angebot für die Beleuchtung und dafür benötigte Traversen eingeholt. Das günstigste liegt bei 5500 Euro brutto. Für die Befestigungsmaterialien wurden online Angebote verglichen und das preisgünstigste Angebot mit 500 Euro beziffert. Und so erging im Ortsrat der Beschluss, die Stadtverwaltung möge aus Haushaltsresten 6000 Euro für die Beschaffung und Befestigung der Beleuchtung zur Verfügung stellen und die Maßnahme schnellstens umsetzen.

Dieter Wirth, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Hassel, hofft nun, dass das Theaterwochenende am 23. und 24. April stattfinden kann. „Der Ortsrat ist bemüht, aber wir haben es nicht in der Hand“, sagte Hauck. Die Aufführung habe man kurzfristig verschieben müssen, weil die Genehmigung von der Stadt aus Sicherheitsgründen nicht zu bekommen war, da eine Ausleuchtung mit Scheinwerfern auf Hochstativen nicht zulässig sei.

Auch das neue Stück „Aber diesmal mit Niveau“ spielt unter anderem in einer noch nicht fertiggestellten Kulisse einer gräflichen Bibliothek. Bei der Komödie in drei Aufzügen von Andeas Heck, die an beiden Tagen jeweils um 19.30 Uhr in der alten Schulturnhalle gegeben wird, geht es ebenfalls um ein Theaterstück, mit dem man im Jubiläumsjahr beweisen will, dass man mehr drauf hat als nur Bauernstücke und seichte Boulevardkomödien. Ein Kriminalklassiker soll das Stammpublikum des „Theaterstücks im Theaterstück“ erfreuen, wofür übers Internet ein völlig unbekannter Regisseur verpflichtet wird. Man kann erahnen, dass der Plan sich Richtung Desaster entwickelt. Gespannt kann man nicht nur auf diese neue Geschichte sein, sondern auch darauf, ob bis dahin tatsächlich eine geeignete Beleuchtung installiert ist.

Karten für die Theaterabende gibt es in Niederwürzbach bei Veronika Kiesel, Zur Schmalzgrube 20, unter Tel. (0160) 6121792 und in Hassel bei Schreibwaren Katja Berger, Marktplatz 3, und bei Dieter Wirth, Sebastianstraße 46, unter info@dhvwirth.de.