Tanz, Melancholie und Spiritualität

„Shpil she mir a Lidele in Jiddisch“ lautet der Titel des Konzertes, das am Sonntag, 9. November, in der St. Ingberter Christuskirche stattfindet. Dabei sind das Chorensemble FrauenStimmen und ein Klezmer-Ensemble. Geboten wird traditionell jüdische Musik.

. Klezmer - traditionelle jüdische Musik, sehnsuchtsvoll, innig und warm - aber auch aufregend schnell und rasant. Im nächsten Moment ein wenig unscharf, wenn sich die Stimmen aneinander reiben. Solche Klänge sind zu hören bei einem Konzert unter dem Titel "Shpil she mir a Lidele in Jiddisch" in der St. Ingberter Christuskirche, Wolfshohlstraße 30, am Sonntag, 9. November, um 17 Uhr.

Klezmer-Musik hat in Deutschland eine stetig wachsende Fangemeinde. Sie fasziniert sowohl mit ihrer lebensbejahenden Fröhlichkeit, die zum Tanzen einlädt, als auch mit ihrer tiefen Ernsthaftigkeit und Spiritualität . Und immer wieder berühren die musikalischen Dokumente aus dem Holocaust ganz besonders zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1939.

Das Chorensemble FrauenStimmen und ein Klezmer-Ensemble sind in der Christuskirche zu hören bei einem Abend mit Musik aus der Tradition osteuropäischer Juden und Jüdinnen, die seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von jüdischen Emigranten auch in den USA fortgeführt wird. Klezmer, das sind fröhliche und melancholische Melodien, temperamentvolle oder langsame Tänze, innige Lieder und Instrumentalstücke, die zu Herzen gehen.

Mitwirkende ist neben dem Chorensemble und den Klezmer-Musikern Nino Deda (Klavier und Akkordeon). Die künstlerische Leitung hat Amei Scheib.

Das Konzert in der Christuskirche beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf (ermäßigt zehn) Euro. Info und Kartenvorbestellung: www.chorensemble-frauenstimmen.de