"Tag des Liedes" von Chorverband in Fußgängerzone St. Ingbert

Fußgängerzone St. Ingbert : Viel Chorgesang erfreute das Publikum

Der Kreischorverband verstaltete in der St. Ingberter Fußgängerzone wieder seinen „Tag des Liedes“.

Am schönsten wäre es für den Veranstalter wohl, wenn der „Tag des Liedes“ manchen im Publikum selbst zum Singen animiert. Wie wichtig es ist, die Sangesfreude hinaus zu tragen und damit nicht nur Applaus, sondern vielleicht auch neue Mitglieder zu gewinnen, zeigte der am Samstag über die Bühne gegangene „Tag des Liedes“, der nicht so stattfinden konnte, wie ursprünglich geplant. Denn von den zwölf auf der Teilnehmerliste aufgeführten Chören konnten zwei wegen krankheitsbedingt ausgefallener Singstimmen nicht dabei sein.

„Gestern Abend haben wir noch hinreißend gesungen, aber wenn einige stimmliche Säulen wegfallen, kann man nichts machen. Das ist höhere Gewalt“, sagte Kreischorleiter und stellvertretender Vorsitzender im Kreischorverband St. Ingbert, Everard Sigal, der auch musikalischer Leiter (nicht nur) des Oberwürzbacher Männerchores ist. Entsprechend wurde das Programm umgestrickt. Der Vorteil: Die Chöre mussten bei ihrem Kurz-Konzert nicht auf die Uhr schauen und konnten, wenn sie es wollten, auch etwas länger singen.

Das war gleichermaßen Wunsch wie Angebot des KCV-Vorsitzenden Werner Zeitz an die teilnehmenden Kinder-, Schul-, Männer-, Frauen- und gemischten Chöre. Wichtig war nur eins – die City über fünf Stunden mit Musik zu füllen und die gute Laune aufs Publikum überspringen zu lassen. Viele der Sängerinnen und Sänger sind schon wahre Profis, was die Bühnenerfahrung betrifft, doch die Jüngsten hatten, ebenso wie ihre Eltern, noch Lampenfieber. Um ihnen das zu nehmen und den leicht verschobenen Veranstaltungsbeginn aufzufangen, stimmten sich die Kinder der städtischen Kita Rohrbach schon vor der Bühne auf ihren Auftritt ein.

„Bruder Jakob“ war damit der erste noch außer Programm laufende Titel. „Ein Lied wollen wir singen, mit unseren Stimmen“, kam es danach von der Bühne aus vielen jungen Kehlen und die Kita-Kinder beschrieben mit diesen Liedzeilen genau das, was die Besucher bis in die Nachmittagsstunden vor der Alten Kirche erwartete. Man konnte meinen, die Sänger würden auch gegen den Regen ansingen, denn sogar der Himmel hörte auf zu weinen, als würde er mit den harmonischen Tönen bestochen. Zeitz deutete das als gutes Omen und freute sich, den St. Ingbertern vor der Bühne mit dem KCV ein breites Spektrum an Chorgattungen vorstellen zu können. Erstmals beim Tag des Liedes dabei waren die „Albert Weisgerber Spatzen“ aus der gleichnamigen Schule sowie das Vokalensemble des Albertus Magnus-Gymnasiums. Auch zufällig vorbeikommende St. Ingberter waren begeistert vom „Tag des Liedes“, lobten das Engagement der teilnehmenden Chöre und ließen sich von diesen gern vom Wochenendeinkauf abhalten.

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