Tag der offenen Tür am Familienhilfezentrum in St. Ingbert

Vielfältiges Angebot : Tag der offenen Tür im Familienhilfezentrum

Am Samstag hatten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, sich in St. Ingbert über die verschiedenen Angebote des FHZ zu informieren.

Die „Arbeitsaufnahme“ des Familienhilfezentrums (FHZ) in der Spitalstraße im ehemaligen Arbeitsamt fand eher im Stillen statt, da es den Mitarbeitern der Awo, der Caritas, des Kreises und der Lebenshilfe wichtiger ist, Lebensberatung zu geben und Hilfestellung zu leisten, als viel „Wirbel“ um einen Umzug zu machen. Denn alle Angebote für Familien mit Kindern im Alter bis 18 Jahre, die nun unter einem Dach zu finden sind, gab es schon – sie wurden lediglich gebündelt. Dass das sowohl für die Mitarbeiterinnen des FHZ als auch die Ratsuchenden eine nahezu perfekte Lösung ist, wurde am Samstag anlässlich des Tages der offenen Tür deutlich. Während vorm Haus Spiele und ein Quiz angeboten wurden, konnte man sich stündlich durchs Haus führen lassen, um alle Abteilungen kennenzulernen. Gründe für einen Besuch gab es vielfältige. So interessierte sich ein Besucher, der die Entwicklung des Gebäudes verfolgt hatte dafür, wie der Umbau des Hauses gelungen ist. Wieder andere kannten das Haus, weil sie dort bereits Hilfe suchten, und kamen nun, um abseits vom Beratungsgespräch das Gebäude und die dort Arbeitenden einmal in einer anderen Atmosphäre kennenzulernen. Aber es gab auch Gäste informierten sich oder hatten gezielten Fragen mitgebracht.

„Es gab schon ganz konkrete Fragen, beispielsweise zum Impfen oder nach Ansprechpartnern, wenn das Kind noch nicht richtig sprechen kann“, so eine Mitarbeiterin, „es waren einige da, die bei uns schon ,im System‘ sind, aber auch mal Bekanntschaft mit anderen Familien machen wollten. Das Publikum war heute bunt gemischt, so wie es bei uns im Alltag eben auch ist. Es war sehr schön und auch das Wetter hat gepasst.“ Nun, nach einigen Monaten intensiver Arbeit, kann sich diese Mitarbeiterin des kinder- und jugendärztlichen Dienstes ein Urteil über das FHZ erlauben: „Wir haben niederschwellige Angebote, sind durch die zentrale Lage bevölkerungsnah und auch barrierefrei erreichbar. Vor allem die Nähe und die Zusammenarbeit zu und mit den Kindergärten und Arztpraxen ist gut. Wenn dort jemand Hilfe braucht oder Fragen hat, kann er uns direkt kontaktieren.“ Ins FHZ könne aber auch kommen, wer für sein Kind keinen Kita-Platz mehr bekommen hat. „Dafür gibt es bei uns das Projekt ,Kita-Einstieg‘ und manchmal ergibt sich darüber doch noch eine Möglichkeit“, sagte die Mitarbeiterin des Saarpfalz-Kreises. Im Haus werden auch die Einschulungsuntersuchungen durchgeführt.

Drei Mitarbeiterinnen der Erziehungs-, Ehe und Lebensberatung waren am Samstag im Hof des Hauses, in dem sie sonst arbeiten, für die Ausgabe von Kaffee, Kuchen und Brezeln zuständig. Unisono hoben sie hervor, dass die Arbeit seit Bestehen des FHZ wegen der kurzen Wege zu den Kollegen organisatorisch einfacher geworden sei. „Nun kriegt man viel mehr mit, woran die anderen arbeiten“, sagt eine der Caritas-Mitarbeiterinnen zur hohen Vernetzung und besseren Kommunikation, „man bekommt so auch eine andere Sichtweise auf verschiedene Dinge und es ist eine gezielte Kooperation möglich.“ Von den Besuchern gebe es ebenfalls positive Rückmeldungen, nicht nur wegen der guten Erreichbarkeit der Einrichtung vom Rendezvous-Platz und vielen anderen Plätzen St. Ingberts aus. Eine Mitarbeiterin des Förderzentrums Paul Josef Nardini, die üblicherweise in Zweibrücken tätig ist und beim Tag der offenen Tür erstmals im FHZ war, stellte diesem ein gutes Zeugnis aus: „Die Standortwahl ist exzellent. Das Haus ist hier optimal verortet. Es ist in einer Seitenstraße vor vielen Blicken geschützt und trotzdem zentrumsnah. Und auch die innere Aufteilung ist gelungen. Genauso wie dieses stelle ich mir ein Familienhilfezentrum vor.“ Die Mitarbeiter des FHZ sind aber auch noch Ansprechpartner für ganz andere Dinge, wie sich herausstellte. So ist der ehemalige Polizist Jörg Steinbach mit zwei Sportkameraden dabei, eine Stiftung für benachteiligte Kinder zu gründen. Nach einer Führung war er über die Aktivitäten des FHZ im Bilde und kann es sich in Zukunft gut als Netzwerkpartner vorstellen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung