SWR zeigt Dokumentarfilm über den Westwall in St. Ingbert

SWR : Westwall-BiIder auch aus St. Ingbert

Dokumentarfilm des SWR beschäftigt sich mit dem großen Kriegs-Bauwerk.

Das SWR-Fernsehen zeigt am Sonntag, 21. Juli, um 20.15 eine Dokumentation von Manfred Ladwig über den Westwall auch mit Bildern aus unserer Region. Der Westwall ist eine Legende: Mehr als 600 Kilometer zog er sich vom südlichen Oberrhein durch die Eifel bis zum Niederrhein. Eine befestigte Grenze zur Vorbereitung eines Krieges in einer Zeit, in der der Nationalissozialmus seine schlimmste Ausprägung hatte. Mit 22 000 Bunkern entlang des Oberrheins, durch die Wälder von Pfalz und Eifel, mit MG-Nestern im Pfälzerwald, Panzergräben und Mauern durch die Eifel. Der Film zeigt bisher nicht gesendete Originalaufnahmen vom Bau des Westwalls aus den Jahren 1936 bis 1940. Rund eine halbe Million Menschen waren an diesem Bau beteiligt, er hat die ganze Region geprägt. Aber auch vom Ende des Krieges sind Bilder zu sehen. An der „Siegfried Line“, wie der Westwall damals genannt wurde, erlebten die Amerikaner die verlustreichste Schlacht ihrer Geschichte.

Menschen, die dabei waren, stammen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, aber auch aus dem angrenzenden Elsass, aus Luxemburg und Belgien. Sie erzählen, wie sie den Westwall erlebt haben. Darunter der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. Ingenieure und Historiker ordnen die Hintergründe ein. Schließlich sind Luftaufnahmen des Westwalls heute zu sehen, von Basel bis Kleve. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben die einstige Grenze als grünes Band. Dieses lädt ein, daran entlang zu wandern und sich seine Geschichte zu vergegenwärtigen.

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