SV Rohrbach ist St. Ingberts Stadtmeister im Hallenfußball

Fußball : Rohrbach zittert sich zum Sieg

Saarlandligist SV Rohrbach ist St. Ingberts Stadtmeister im Hallenfußball. Stadtmeister der Herzen ist hingegen A-Ligist DJK St. Ingbert. Er unterlag Rohrbach im Finale erst im Siebenmeterschießen.

Vergangenen Samstag um 20.47 Uhr in der St. Ingberter Ingobertushalle: Patric Kropp vom SV Rohrbach legt den Ball auf den Siebenmeterpunkt und sieht dem bärenstarken Torhüter der DJK St. Ingbert, Mark Augustin, in die Augen. Wenn Kropp trifft, ist der Saarlandligist SV Rohrbach erneut St. Ingberter Hallenfußball-Stadtmeister der Aktiven. Der 30-Jährige behält die Nerven und lässt dem 14 Jahre älteren Schlussmann keine Abwehrchance. Anschließend wird Kropp von seinen Mitspielern gefeiert.

Das Endspiel zwischen den Rohrbachern und dem furios aufspielenden A-Ligisten DJK St. Ingbert war nichts für Zuschauer mit Herzschrittmacher. Der klare Außenseiter machte dem Saarlandligisten das Leben extrem schwer. Dennoch gelang Rohrbachs Christoph Schneider in der achten Minute mit einem Gewaltschuss das 1:0. Allerdings ließ die St. Ingberter Antwort nicht lange auf sich warten, als der gut aufgelegte Spielertrainer Torsten Dawo den Ausgleich besorgte. Und als dann Manuel Alessio Scarpello die DJK 3:12 Minuten vor der Schlusssirene sogar in Führung brachte, lag die Riesensensation in der Luft. Allerdings konnte Schneider eine Minute später noch einmal ausgleichen. Im anschließenden Siebenmeterschießen traf Dawo zum 3:2, ehe Schneider eiskalt vollstreckte. Marvin Müller gelang für die DJK das 4:3, ehe Benedikt Kastel für den Saarlandligisten genau Maß nahm. Zum tragischen Helden des A-Ligisten avancierte schließlich Peter Becker mit seinem Siebenmeterschuss an die Latte. Anschließend machte Kropp alles klar. Der Sieg ging also an Rohrbach, aber die DJK St. Ingbert war nach ihrer couragierten Vorstellung so etwas wie der „Stadtmeister der Herzen“.

Im Rahmen der Siegerehrung sprach der Rohrbacher Spielausschuss-Vorsitzende Renzo Ortoleva von einem „ganz engen Finale“. Er meinte: „Wir hatten das Gruppenspiel gegen die DJK noch mit 11:1 gewonnen, aber nun hatten sie uns das Leben extrem schwer gemacht. Dieser Titel genießt bei uns einen hohen Stellenwert.“ Und DJK-Trainer Dawo erklärte: „Wenn du als A-Ligist ein Finale einer Stadtmeisterschaft gegen einen Saarlandligisten im Siebenmeterschießen verlierst, ist das natürlich extrem bitter. Im Vorrundenspiel hatten wir uns gegen Rohrbach noch in die Hose gemacht, aber im Finale sind wir dann über uns hinausgewachsen. Von daher gebührt den Jungs ein Riesenlob.“ Vor allem Augustin hätte im Tor „förmlich jeden Ball gefressen“.

Ausrichter war der FC Viktoria St. Ingbert. „Wir hatten 400 Zuschauer in der Halle, alles ist reibungslos verlaufen“, freute sich Viktorias Vorsitzender Alexander Jene. Ein Wermutstropfen sei der Innenbandriss im Fuß von Viktorias Matthias Hoffmann gewesen.

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