Feuerwehreinsatz nach Sturm: Sturmtief schüttelt sogar ganz dicke Stämme

Feuerwehreinsatz nach Sturm : Sturmtief schüttelt sogar ganz dicke Stämme

Heftige Windböen und starke Regenfälle hielten heute Vormittag die Feuerwehren in St. Ingbert und im Bliestal auf Trab.

Eher glimpflich ist das Stadtgebiet von St. Ingbert beim Sturmtief „Burglind“ davongekommen. Gegen 8 Uhr war aufgrund starker Windböen ein Nadelbaum auf der Autobahn A 6 , Fahrtrichtung Saarbrücken hinter der Grumbachtalbrücke auf die rechte Fahrbahn gestürzt. Mit einer Motorsäge schnitten die Einsatzkräfte des Löschbezirks St. Ingbert Mitte den Baum klein und beseitigten ihn von der Fahrbahn. Noch während dieser Arbeiten stürzte fast an der gleichen Stelle ein weiterer Baum auf die rechte Fahrbahn, den die Feuerwehrleute ebenfalls klein schnitten. Die Absicherung der Einsatzstelle übernahm der Löschbezirk Oberwürzbach mit einem Fahrzeug. Die Feuerwehr war mit insgesamt vier Fahrzeugen, sowie 22 Einsatzkräften im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren die Polizei sowie Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenbau.

Während dieses Einsatzes kam es auf der A 6 in Fahrtrichtung Mannheim zu einem weiteren Baumfall zwischen den Anschlussstellen St. Ingbert-Mitte und Rohrbach. Auch hier blockierte der Baum die rechte Fahrbahn. Diesen Baum schnitten die Feuerwehrleute aus Oberwürzbach und Hassel klein und entfernten die Stücke von der Fahrbahn. An beiden Einsatzstellen kam es kurzfristig zu Behinderungen des Verkehrs. Personen wurden in beiden Fällen nicht verletzt.

Weitaus heftiger als in der Mittelstadt hat der Sturm am Mittwoch allerdings in Blieskastel gewütet. Alleine am Vormittag von 7.30 bis 11 Uhr waren viele Löschbezirke der Stadt Blieskastel fast pausenlos im Einsatz. Wasser aus Kellern pumpen, Regenabläufe säubern, umgeknickte Strommasten sichern und unzählige Bäume beseitigen, waren laut Feuerwehr gefordert. 18 Einsätze in dreieinhalb Stunden forderten die freiwillgigen Helfer mehrerer Löschbezirke heraus.

Ein Schwerpunkt der Einsätze lag dabei in den Dörfern der Parr – besonders viele Schäden gab es in Brenschelbach. Hier war durch den orkanartigen Wind unter anderem die Krone einer 15 Meter hohen Fichte in der Straße Am Bahnhof gebrochen. Um die dicken Ästen zu beseitigen, war in dem fast eine Stunde lang dauernden Einsatz auch die Drehleiter der Blieskasteler Feuerwehr nötig. In den Morgenstunden war in Brenschelbach auch die komplette Stromversorgung ausgefallen. Weil auch die Telefonleitungen gestört waren, hielten sich auch nach Mittag sechs Feuerwehrleute im dortigen Gerätehaus vorsorglich für Einsätze bereit.

Besonders hart getroffen hat das Sturmtief auch Breitfurt. Hier hatte der Wind in der Bliesdalheimer Straße Dachziegel eines Wohnhauses auf die Straße geweht. Die Feuerwehr kehrte Ziegel zusammen, ein Dachdecker deckte zwei Quadratmeter des Hausdaches neu ein. An anderer Stelle stürzte ein Baum auf das Dach einer Garage. Zudem konnte die Feuerwehr im Grießackerweg verhindern, dass der von einem Feld herunterströmende Sturzbach aus Regenwasser in ein Wohnhaus eindrang.

Auf mehreren Landstraßen im Stadtgebiet von Blieskastel sorgten darüber hinaus weitere umgestürzte Bäume für und vorübergehende Sperrungen. Einsatzorte für die Feuerwehren und Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Rohrbach waren Blieskastel-Mitte, Alschbach, Mimbach, Biesingen und Pinnigen. Auf der L 103 zwischen Altheim und Brenschelbach stürzte ein Nadelbaum quer über die Fahrbahn. Auf der L 111 hatte der starke Wind nach Angaben der Polizei zwischen Niederwürzbach und Lautzkirchen in Höhe Breitermühle ebenfalls einen Baum auf die Fahrbahn umgeworfen. Weitere Sperrungen waren auf der L 103 zwischen Brenschelbach und Altheim, auf der L 102 zwischen Riesweiler und Peppenkum sowie auf der Gemeindestraße von Riesweiler nach Utweiler nötig.

Auf der A6, kurz hinter der Grumbachtalbrücke, musste die Feuerwehr einen auf die Fahrbahn gestürzten Baum beseitigen. Foto: Alex Prass/Feuerwehr St. Ingbert. Foto: Alex Prass/Feuerwehr St. Ingbert

Bereits gegen 5.35 Uhr hatten zwei Pkw, die die B 423 von Webenheim in Richtung Einöd befuhren, ein Verkehrszeichen mit Haltpfosten überfahren. Das Schild war laut Polizei durch den starken Wind auf die Fahrbahn geweht worden war. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Mehr von Saarbrücker Zeitung