Sturmtief Kim führt in St. Ingbert zu Feuerwehreinsatz und Zugausfällen

Sturmtief Kim : Unwetter und Zugausfälle halten St. Ingbert in Atem

Ein Sturmtief hat am Dienstagvormittag zu zwei Feuerwehreinsätzen in St. Ingbert geführt. Gleichzeitig führte eine Oberleitungsstörung zu Behinderungen im Zugverkehr nach Saarbrücken

Das Sturmtief Kim hat am Dienstagvormittag, 28. Januar, für einigen Wirbel in St. Ingbert gesorgt. Die Feuerwehr musste gleich zwei Mal in Folge des Unwetters ausrücken. In Oberwürzbach hatte sich aufgrund starker Windböen gegen 10 Uhr ein Metallplatte am Maibaum vor der Dorfhalle gelöst, wie Florian Jung, Sprecher der Feuerwehr St. Ingbert, unserer Zeitung am Telefon berichtet. Unter Verwendung einer Drehleiter entfernten Einsatzkräfte des Löschbezirks Oberwürzbach die Platte in etwa 20 Metern Höhe, bevor diese herunterzufallen konnte.

Fast zeitgleich drohte in der Spitalstraße in der St. Ingberter Innenstadt eine Gerüstplatte aus etwa 15 Metern Höhe auf den Gehweg zu stürzen. Durch starken Wind war diese nach oben gedrückt worden und hatte sich im Gerüst verkantet. Mehrere Feuerwehrleute bestiegen daraufhin das Gerüst und sicherten die Platte. Innerhalb kurzer Zeit konnten die neun Feuerwehrleute den Einsatz erfolgreich beenden.

Chaos gab es zeitweise auf der Bahnstrecke zwischen St. Ingbert und Saarbrücken. Mehrere Zugausfälle und Verspätungen sorgten bei Pendlern sowie Reisenden für Unmut. Zeitweise hieß es für die Züge der DB Regio, komplett still zu stehen. Auf dem Bahnhof in St. Ingbert standen im Laufe des Vormittags beispielsweise mehrere Zugreisende relativ ratlos vor einem Zug der Marke Süwex, der zwar direkt am Gleis im Bahnhof stand, aber nicht weiterfuhr. Stattdessen prangte nur ein großes „Nicht einsteigen“ auf dem Zugdisplay. Die digitale Infotafel am Bahnsteig trug auch nicht unbedingt zur Erheiterung der sichtbar genervten Pendler und Reisenden bei. „Zug fällt aus“ stand dort. Auf dem gegenüberliegenden Gleis in Richtung Homburg sah es nicht besser aus. Verspätungen von teilweise über 45 Minuten waren für die dortigen Züge vermerkt.

In der Spitalstraße in der St. Ingberter Innenstadt drohte in Folge des Sturmtiefs Kim eine Gerüstplatte herabzustürzen. Einsatzkräfte der Feuerwehr bestiegen das Gerüst und sicherten die Platte. Foto: Alex Weber / Feuerwehr St. Ingbert/Alex Weber

Grund für die Zugausfälle und Verspätungen war laut Reiseauskunft der Deutschen Bahn eine Oberleitungsstörung zwischen Saarbrücken und St. Ingbert gewesen. Diese konnte im Laufe des Tages jedoch wieder behoben werden. Reisende und Pendler hatten auf der Strecke allerdings noch mit Folgeverzögerung zu kämpfen. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Sturmtief und der Oberleitungsstörung besteht ist zur Zeit noch unklar.