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Stimmung bei der Kappensitzung der "Holzhauer" im Kulturhaus Rentrisch

Holzhauer Rentrisch : Kreativ, nostalgisch und immer lustig

Viel Stimmung zauberte die Kappensitzung der Rentrischer Carnevalsgesellschaft „Holzhauer“ ins Kulturhaus.

Es ist immer wieder erstaunlich, was die Vereine alles auf die kleinen Bühnen der Region bringen. So stapelten sich am Samstagabend im Rentrischer Kulturhaus die Akteure des RCV „Die Holzhauer“ zeitweise bis fast unter die Decke, so viel wurde bei der Kappensitzung geboten. Beispielsweise als die Showtänzergruppe „The Girls“ die Halle zum Beben brachte. Eine Dreiergruppe hatte sich getreu des Mottos der Session – „In 80 Tagen um die Welt“ – mit russischen Gewändern geschmückt und war stilecht zu „Kalinka“ auf die Bühne gekommen. Dort tanzten sie zu einer Techno-Version von „Moskau“ und bekamen kurz darauf Besuch vom Rest der „Girls“. Die tanzten als Schotten einen Freiheitskampf mit schwenkenden Fahnen und Dudelsack. Die Völkerverständigung – in Rentrisch klappt sie noch.

Das wussten die Narren und Närrinnen zu schätzen und feierten ausgelassen – sogar als die Hälfte des Elferrates plötzlich verschwand. Doch kurz darauf tauchten die Obernarren wieder auf und heizten die Stimmung als Partyband „DJ Manne und die Gletscherboys“ noch weiter an. Mit den Krachern „Schenk mir dein Herz“ von De Höhner oder „Leev marie“ gelang dies ziemlich schnell. Als Sitzungspräsident Manfred Traudt dann noch mit DJ-Ötzi-Mütze die Bühne verließ und „A Mann für Amore“ singend durch die Halle zog, war einer der vielen Höhepunkte erreicht. Da gab es für die Faasendbooze in Kostümierungen wie als pinker Clown, als Hummel, Chinese oder Sträfling keinen Halt mehr. Zwischenzeitlich legten die Karnevalisten auch ansehnliche Foxtrott-Schritte hin.

Eine „Mariechenbüttenrede“ lieferte Yvonne Adam als „Es Marieche“ ab. Das freche Früchtchen machte sich über Geräte lustig, die Frauen Vergnügen liefern. Was ist beispielsweise ein Bio-Vibrator? „Ein Bambusrohr mit einer Hummel drin!“ Und warum sind Punkte auf einem Shirt über den Brüsten nicht gerne gesehen? Die seien wie Augen. „Und es mag keiner, wenn Brüste zurückschauen.“ Mit natürlicher Bühnenpräsenz ausgestattet landete sie direkt im Anschluss die nächste Punktlandung, als sie einen kurzen Mariechentanz hinlegte. Unterstützung bekam sie von ihren Eltern Horst und Jasmin Adam.

Kreativ zeigten sich die „Daahlem Dancers“, die eine Italien-Show der Pizzaklasse... Verzeihung, Spitzenklasse ablieferten. Mit Rollern querten sie durchs Kulturhaus wie Essens-Lieferanten. Eine Tänzerin war gar als Stück einer Pizza verkleidet.

Überzeugte mit natürlicher Bühnenpräsenz sowohl in der Bütt als auch beim Tanzen: Yvonne Adam. Foto: Stefan Bohlander

Weitere Tanzeinlagen lieferten die wirbelnden Garden und die Mariechen Pia Pasdzierny und Selina Berg. Nostalgisch wurde es, als Joe Klein und Ekaterina Lysenko mit ihrem Modern-Talking-Spaceship einflogen und die Hits des erfolgreichsten deutschen Duos sangen.