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Sternsinger gingen in St. Ingbert von Tür zu Tür

Sternsinger : Sternsinger gingen in St. Ingbert von Tür zu Tür

Rund 4000 Kinder und Jugendliche waren in den vergangenen Tagen als Sternsinger im Bistum Speyer unterwegs. Allein in St. Franziskus und St. Konrad brachten 14 Gruppen mit insgesamt rund 70 Teilnehmern den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ in die Häuser.

Die Kinder kennen das Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ des diesjährigen Dreikönigssingens, das in diesem Jahr zum 61. Mal vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend organisiert wird. Die jungen Teilnehmer wurden von der Pfarrei gut auf ihren Einsatz vorbereitet. Mit dieser Aktion stellen sich die Sternsinger an die Seite von Kindern mit Behinderung und unterstützen mit dem Erlös der Aktion rund 1400 weltweite Projekte. Noch während sich Kinder und Jugendliche in der Kirche St. Franziskus mit Turban, Krone, Gewändern und Sternen ausstatten, wiederholen sie die Texte, die sie später aufsagen. Die Erwachsenen sind nicht nur als Wegbegleiter und Ortskundige dabei, sondern sind wegen ihrer körperlichen Größe auch diejenigen, die den Segen „20*C+M+B+19“ an die Türrahmen schreiben oder als Aufkleber anbringen. Auch im Schmelzerwald sind die Sternsinger willkommen. Gleich im ersten Haus zeugt ein Aufkleber davon, dass hier vor vier Jahren das letzte Mal der Segen gespendet wurde. „Wahrscheinlich waren wir immer nicht da, wenn sie kamen“, so die Bewohnerin, „ich finde das toll, dass die Sternsinger kommen und dass sich Kinder und Jugendliche finden, die das noch machen.“ Ein paar Meter weiter stehen die „Könige“ schon an der Eingangstür, als der Hauseigentümer durch die Gartentür kommt. Er war mit seinem Auto schon abfahrbereit und ist, als er die bunte Schar sah, extra noch einmal zurückgekommen, um sie zu begrüßen. „Ich bin zwar nicht katholisch, sondern orthodox, aber ich warte schon jedes Jahr auf die Sternsinger. Mir ist es wichtig, von ihnen den Segen zu bekommen“, sagt er. So wie in diesen beiden Haushalten freuten sich die Menschen vielerorts über den Besuch von „Caspar, Melchior und Balthasar“, die ganz genau wissen, wofür sie so früh aufgestanden sind oder nachmittags noch einmal in die Kälte hinausgehen.

Anna war im vergangenen Jahr an ihrem Geburtstag zum ersten Mal als Sternsinger unterwegs und damit in diesem Jahr am Morgen vor ihrem Ehrentag schon fast ein „alter Hase“ in Sachen Sternsinger. Die Zehnjährige „ordnete“ ihre Gruppe so, dass die Sternträger der kleinen Gruppe voranziehen, denn „war es nicht so, dass die Könige den Sternen folgten?“.