Steinbruch ist die neue „Luschd“

Weil im Biergarten „Luschd“ in der Fußgängerzone derzeit noch Umgestaltungsarbeiten laufen, musste der Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert einen neuen Platz für seine Sommerkonzerte suchen. Mit dem Steinbruch hinter dem Pfarrheim St. Josef auf dem Hobels fand sich ein Ausweichquartier und ein neues Motto: „Mit Luschd in den Bruch“.

. Viele St. Ingberter freuen sich Jahr für Jahr wieder auf die Sommerkonzerte in der "Luschd". Doch eben weil der Zuspruch für die Veranstaltung im Biergarten hinter der ehemaligen "Grünen Laterne" immer größer wurde, musste bei den bisher unterdimensionierten Toiletten aufgerüstet werden, wie der veranstaltende Heimat- und Verkehrsverein mitteilte. Der Besitzer des Grundstücks beschloss in Absprache mit dem Verein, eine neue Toilettenanlage zu bauen. Neue Leitungen und Abflüsse wurden gelegt, ein Anbau wurde hochgezogen. In der Bauphase wurde der Fertigstellungstermin immer weiter verschoben, so dass die Arbeiten nicht rechtzeitig zur Eröffnung der neuen Luschd-Saison abgeschlossen sind.

Und so machte man sich Gedanken um eine Ausweich-Aufführungsstätte. Der Parkplatz der Ludwigschule war im Gespräch, aber auch die Wiesentalschule, der Schmelzer-Parkplatz und der Maxplatz. Doch das Rennen machte der Steinbruch hinter dem Pfarrheim auf dem Hobels. Dabei hatte der Heimat- und Verkehrsverein Helfer, Unterstützer und Fürsprecher, wie Oberbürgermeister Hans Wagner , Pfarrer Andreas Sturm und den Pfarrgemeinderat von St. Josef. "Wir knüpfen an Dinge an, wie sie mal waren", stellten Wolfgang Blatt und Ulli Meyer das vorübergehende Konzertgelände vor, denn in der Nähe gab es bereits um die Jahrhundertwende einen Biergarten der Brauerei Heusser, der im Volksmund "Heissersch Luscht" hieß.

Pfarrer Andreas Sturm freut sich auf die Konzerte im Steinbruch: "Das Gelände ist ein Schmuckstück. Mit den Konzerten kann es richtig in Szene gesetzt werden. Ich kann mir vorstellen, dass wir hier viele Leute in fröhlicher Atmosphäre zusammenbringen." Ein Vorteil sei vor allem, dass die Konzerte bei jedem Wetter stattfinden könnten, denn in dem Pfarrheim ließe es sich auch im Fall der Fälle im Trockenen musizieren. Die dort vorhandene Infrastruktur spricht vor allem für die Konzerte an dieser Stelle. Licht, Strom, Sitzgelegenheiten, aber auch die Möglichkeit diese dort zu lagern, und die vorhandenen Toiletten machten diesen Platz, unabhängig vom tollen Ambiente, zum idealen Ausweichquartier. Statt dem "Sommerkonzert in der Luschd" wird es dann also für viele Musikliebhaber mit Luschd in den Bruch gehen. Im Parkhaus auf dem Hobels gibt es Parkplätze und von da aus geht es über einen kurzen Aufstieg direkt ans Pfarrheim. Bereits in dieser Woche am 2. Juni geht es dort bei den Sommerkonzerten mit den "Original Werzbachkrainern" los. Die Konzerte finden wie alle anderen Auftritte immer donnerstags ab 19 Uhr bei freiem Eintritt statt.

"Mit der Musik wollten wir wieder die kulturelle Breite abbilden, die wir in St. Ingbert und Umgebung haben,", so Ulli Meyer. Und so spielen am 9. Juni der MV Rohrbach, am 15. Juni singen Canticum Novum und der MGV Frohsinn, am 23. Juni tritt "Musik verbindet" und am 30. Juni "Hugo's Corner" auf. Am 6. Juli gibt es Musik mit dem MV Hochscheid-Reichenbrunn, am 14. Juli mit dem Zupforchester Niederwürzbach, am 21. Juli mit dem Städtischen Orchester, am 28. Juli mit dem Akkordeonorchester Niederwürzbach, die zwei Konzerte im August werden am 18. vom Becker-Chor und am 25. vom Leibniz-Rockensemble bestritten und die Steinbruch-Konzert-Reihe wird am 1. September mit "Herrmann's Big Band" zu Ende gehen.