Stadtwerke-Sitz weist Mängel auf

Die Stadtratsfraktion der FDP hat das Domizil der Stadtwerke St. Ingbert in Rohrbach unter die Lupe genommen. Statt vorbildlicher Energiewirtschaft und beispielhafter Grünanlagen-Pflege herrschen dort ihrer Meinung nach Zustände, die längst nicht mehr zeitgemäß sind.

Rohrbach. Eine trockengelegte verschmutzte Brunnenanlage, ungemähte Wiese statt Blumenbeete, beschädigte zu Stolperstufen werdende Platten im Zugangsbereich sind die äußeren Erkennungszeichen des einstigen Rathauses von Rohrbach, wie die St. Ingberter FDP-Stadtratsfraktion bei einer Ortsbesichtigung feststellen musste. Was man nach der Besichtigung der Außenanlage schon befürchtet hatte, setzt sich am und im Gebäude fort: unattraktiver Eingangsbereich, Fassaden-/Putzschäden, undichte Fenster sowie eine völlig unzureichende Wärmedämmung, so die FDP in einer Pressemitteilung.

Stiefmütterliche Pflege

Dabei werde das Gebäude von den Stadtwerken als Verwaltungssitz benutzt, welches als modernes innovatives Unternehmen im Energiebereich von sich Reden mache. "Für uns ist ein Unding, wie eine stadteigene Gesellschaft, welche im Übrigen noch gute Gewinne in den Stadtsäckel abführt, so stiefmütterlich als Mieter des Gebäudes behandelt wird" , so der FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Gaa. Und weiter führt er aus: "Für den Ankauf einer zusätzlichen Immobilie wie des Gefängnisses und dessen kostspieliger Renovierung sollen Gelder bereitgestellt werden, während für die bereits vorhandenen städtischen Liegenschaften es hinten und vorne an Geld fehlt und notwendige Sanierungen jahrelang unterbleiben. Die Beschäftigten der Stadtwerke würden es sicherlich zu schätzen wissen, wenn sie im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt sitzen müssten. Zudem wäre es auch an der Zeit, die Arbeitsplätze generell zeitgerecht hell und freundlich zu gestalten. Dass gerade ein Unternehmen, welches stark in Windkraft und Sonnenenergie investiert, so in diesem Gebäude untergebracht wird ist nicht mehr länger akzeptabel."

Die St. Ingberter FDP beklagt den Zustand des ehemaligen Rohrbacher Rathauses. Obwohl dort die Stadtwerke untergebracht sind, führt zum Beispiel der Brunnen (Bild unten) kein Wasser. Foto: FDP.

Die FDP-Fraktion fordert, allerspätestens im Wirtschaftsjahr 2013 die notwendigen finanziellen Mittel im Haushalt bereitzustellen, um das einstige Rohrbacher Rathaus wieder technisch und optisch auf Vordermann zu bringen. red