Stadtteil Hassel möchte demnächst online gehen

Hassel · Auf einer eigenen Homepage sollen sich alle wiederfinden, die am Hasseler Leben teilnehmen. So wünscht es sich die CDU-Fraktion im Ortsrat. Die SPD äußert Bedenken, dass das Angebot nicht überparteilich ist.

. Demnächst geht Hassel online, zumindest wenn es nach den Plänen der CDU-Fraktion geht, die für die jüngste Ortsratssitzung um die Aufnahme des Tagesordnungspunkt "Homepage" gebeten hat. Wie Andreas Abel dabei mitteilte, sehe sich Dieter Wirth, der das "Hasseler Blädche" verantwortet und auch teilweise Artikel ins Internet einstellte, sowohl zeitlich als auch technisch nicht in der Lage, die Informationen immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Deshalb sollte ein neues Konzept für eine ortsbezogene Homepage unter Federführung des Ortsrates entstehen, bei deren Erstellung auch Wirth seine Unterstützung angeboten hat. "Ich habe einen Entwurf gemacht. Das ist mein Kind, mit dem ich fünf Monate schwanger gegangen bin", sagte der stellvertretende Ortsvorsteher Abel, als er am Mittwoch das Ergebnis vorstellte.

Über den Ortsrat habe man sich die Domain hassel.saarland gesichert. Die Betreuung und technische Abwicklung übernimmt Abel, der mittels eines Organigramms die künftige Struktur des Redaktionsteams erklärte. Drei Chefredakteure , alle aus der CDU-Fraktion, bilden mit der Redaktion den "Kopf", der Zugriff auf die Seite hat und Texte einstellen kann. Vereine und Hasseler sollen mit ihren Ideen und Berichten die Seite füllen und werden zur aktiven Mitarbeit aufgerufen. Deren Arbeiten gehen durch die Hände der Redakteure, bevor sie öffentlich im Internet zugänglich sind. "Im Portal sollen sich alle wiederfinden, die am Hasseler Leben teilnehmen", so der Wunsch Abels.

Karl-Heinz Härdter (SPD ) äußerte Bedenken, dass durch die Zusammensetzung des Chefredakteur-Teams das Angebot nicht überparteilich bleibt. Diese versuchte Abel zu zerstreuen, indem er auch die anderen Fraktionen zur Mitarbeit aufrief und versicherte, dass "die politische Gesinnung" den Texten, von welcher Seite sie auch kommen, nicht anzumerken sein wird. Doch müsse man Leute mit dem Schreiben und Fotografieren betrauen, die es auch können, sagte Abel. Die Internet-Seite soll auch die Möglichkeit der Werbung bieten. Die Ortsratsmitglieder stimmten für die Einrichtung der Homepage. "Vorläufig aber erstmal mit Andreas Abel als alleinigem Chefredakteur", so Ortsvorsteher Markus Hauck.