Stadtmitarbeiter speist Bürger mit schlechtem Scherz ab

Stadtmitarbeiter speist Bürger mit schlechtem Scherz ab

St. Ingbert. Eine Uhr an der Haltestelle ist eine gute Sache. Ein kurzer Blick schon aus der Ferne kann genügen, die Schritte zu verlangsamen oder zu beschleunigen, ganz wie es die Situation erfordert. Allerdings sollte die Uhrzeit dafür auch stimmen. Das ist aber nicht immer so

St. Ingbert. Eine Uhr an der Haltestelle ist eine gute Sache. Ein kurzer Blick schon aus der Ferne kann genügen, die Schritte zu verlangsamen oder zu beschleunigen, ganz wie es die Situation erfordert. Allerdings sollte die Uhrzeit dafür auch stimmen. Das ist aber nicht immer so. Leser-Reporter Wolfgang Philipp ärgert sich, dass der Zeitmesser am Rendezvous-Platz seit der Zeitumstellung um eine Stunde falsch geht. Als pflichtbewusster Bürger hat er sich an den Leiter des Stadtbusbüros, Markus Philipp, gewandt. Der wiederum, berichtet der Leser-Reporter, habe die Information an die zuständige Stadtverwaltung weitergegeben. Nichts geschah. Also machte sich Wolfgang Philipp selbst auf den Weg ins Rathaus, um dort auf eine Behebung des Mangels zu drängen. In der Abteilung "Gebäude und Liegenschaften" angekommen, bekam er eine Antwort, die ihn zutiefst irritierte. Philipp musste hören, der einst zuständige Elektriker sei gleich nach dem Eingang der Meldung verstorben und dieser hätte den Schaltplan der Uhr gehabt, der jetzt nicht mehr auffindbar sei. Der Leser-Reporter fragt: "Hat der Elektriker den Schaltplan mit ins Grab genommen? Die Antwort finde ich lächerlich und die Uhr, die ein öffentliches Ärgernis darstellt, sollte sofort in Stand gesetzt werden."Ob die Rathaus-Antwort ernst gemeint war oder dem Mitarbeiter der Schalk im Nacken saß, lässt sich wohl nicht mehr zweifelsfrei klären. Stadt-Pressesprecher Peter Gaschott gibt allerdings Entwarnung. Besagter Elektriker - nicht etwa im Rathaus, sondern bei einer Fremdfirma beschäftigt - sei noch bei guter Gesundheit und habe auch den Auftrag, der Uhr zur richtigen Stunde zu verhelfen. Offensichtlich war er mit Aufträgen so zugedeckt, dass er für die Uhr am Rendezvous-Platz keine Zeit gefunden hat. mbe

Die Uhr am Rendezvous-Platz in St. Ingbert. Foto: Oliver Bergmann.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von SZ-Leser-Reporter Wolfgang Philipp aus St. Ingbert. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Telefonnummer (06 81) 5 95 98 00 oder per E-Mail an: leser-reporter@sol.de