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Stadtlauf der DJK-SG ist seit 40 Jahren in St. Ingbert am Start

DJK-SG : Der St. Ingberter Stadtlauf wird 40

Vor der Neuauflage am 26. April blicken die Verantwortlichen der DJK-SG auf die Anfänge zurück.

Am kommenden Freitag, 26. April, läuft es wieder in St. Ingbert. Dann ist nämlich der 40. Stadtlauf in der Mittelstadt. In 40 Jahren hat sich die Laufveranstaltung zu einem der größten Stadtläufe im Saarland gemausert. Wahrscheinlich wieder über 1000 Starter, über 100 Helfer, viele Zuschauer am Rand der Strecke. Das sind beeindruckende Zahlen, die die Verantwortlichen der DJK-Sportgemeinschaft (DJK-SG) stolz machen. Die DJK-SG ist Veranstalter des Mega-Events.

Vor 40 Jahren, am Sonntag, 20. April 1980, startete der 1. St. Ingberter Stadtlauf. Damals hieß der Stadtlauf allerdings noch gar nicht Stadtlauf. Die Verantwortlichen gaben ihm den Titel „1. St. Ingberter Volkslauf“. Auch die Strecke war eine andere. Sie verlief rund um die Stadt durch die St. Ingberter Wälder. Die damaligen Forstämter Blieskastel und Fischbach mussten das Event genehmigen. Der saarländische Leichtathletik-Verband hieß damals noch saarländischer Leichtathletik-Bund. Auch der musste sein „Okay“ geben. Der St. Ingberter Volkslauf hatte natürlich Mütter und Väter. Hannelore und Rainer Marx, Hedwig und Günther Gesser, Herrmann Lang. Das sind nur fünf Namen von Personen, die mit dafür sorgten, dass der Lauf ein Erfolg wurde. Das sind alles Namen, die seit 1963, dem Gründungsjahr der DJK-SG, maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass sich der Verein und damit auch der Stadtlauf so prächtig entwickelten.

1980 nahmen etwa 200 Läufer beziehungsweise Wanderer teil. Für diesen 1. Lauf wurde extra ein mehrseitiges Programmheft aufgelegt, das von der St. Ingberter Traditionsdruckerei Hantschke gedruckt wurde. Finanziert wurde es über Anzeigen. Das lief damals alles noch etwas anders als heute. Ein Beispiel: Hannelore Marx schrieb die Firma Adidas in Herzogenaurach direkt an, mit der Bitte um eine Anzeige für eben jenes Programmheft. Antwort kam prompt. Vom obersten Werbeleiter des Weltunternehmens mit den drei Streifen persönlich unterschrieben. Adidas schaltete eine Anzeige für damals 190 DM auf der vierten Umschlagseite. Ein heute undenkbarer Vorgang.

Auch St. Ingberter engagierten sich beim ersten Stadtlauf. So übernahm Dr. Flöthner, der seine Arztpraxis in der Albert-Weisgerber-Allee hatte, die ärztliche Betreuung. Die Stadt St. Ingbert mit dem damaligen Oberbürgermeister Werner Hellenthal an der Spitze, stellte kostenlos Umkleidekabinen, Eingangshalle und Duschen in der Rischbachschule zur Verfügung. E-Mail und Co gab es noch nicht. Jeglicher Schriftverkehr nahm den „ordentlichen“ Weg mit der Post. Hannelore Marx Schreibmaschine lief heiß. Bitten um Genehmigungen, Schreiben an Sponsoren, Pressebenachrichtigungen. Es gab viel zu tun damals. Das war ungleich schwerer als heute, da der 40. Stadtlauf vor der Tür steht.

Der erste Startschuss dafür fällt also am Freitag, 26. April, um 17 Uhr für den Bambinilauf. Es schließen sich mehrere Schülerläufe an. Hier ist es wichtig, dass sich die Schüler unter dem Namen ihrer Schule anmelden, damit die Schulen mit den stärksten Teilnehmerzahlen ermittelt werden können. Um 18.30 Uhr startet dann der sogenannte „Einsteiger“. Staffellauf und Hauptlauf werden ebenfalls um 18.30 gestartet. Die Strecke führt mittlerweile mitten durch die Stadt und durch die Gustav-Clauss-Anlage. Für Stimmung entlang der Strecke und Verpflegung für die Läufer ist gesorgt.

Der neue St. Ingberter Stadtlauf ist nachhaltig. So wird auf Plastikbecher verzichtet. Die Stadtwerke stellen ihre Wasserbar zur Verfügung. Außerdem kooperiert die DJK-SG mit dem Dr.-Schales-Afrika-Projekt.

Die Preisträger der Schülerläufe erhalten statt der üblichen Pokale handgeschnitzte Unikate aus Simbabwe. Oliver Schales wird als Botschafter vor Ort sein. Mit am Start ist auch der saarländische Top-Läufer Tobias Blum. Bei den Damen ist Martina Schumacher am Start. Die beiden Spitzenläufer werden versuchen ihre eigenen Streckenrekorde zu knacken. Monika Kulicke-Günther blickt auf erfolgreiche 40 Jahre Stadtlauf zurück. „Unser Stadtlauf hat sich immer weiter entwickelt. Die Pioniere des ersten Volkslaufs sind dafür entscheidend mitverantwortlich Sie haben mit bescheidenen Mitteln diese Entwicklung angestoßen. Dafür sind wir ihnen dankbar“, sagt die Vorsitzende.