Stadt will weiter verhandeln

St. Ingbert. Seit fast einem Jahr steht die ehemalige TischtennisHalle in der Gartenstraße mittlerweile leer. Doch was aus dem Gebäude und dem zugehörigen Gelände nahe der Gustav-Clauss-Anlage werden soll, ist offenbar noch immer so unklar wie am Tag der Schließung

St. Ingbert. Seit fast einem Jahr steht die ehemalige TischtennisHalle in der Gartenstraße mittlerweile leer. Doch was aus dem Gebäude und dem zugehörigen Gelände nahe der Gustav-Clauss-Anlage werden soll, ist offenbar noch immer so unklar wie am Tag der Schließung. Das wurde deutlich, als die Stadtverwaltung auf Antrag der SPD-Fraktion in der jüngsten Ortsratssitzung erläuterte, wie es mit der Halle weitergehen kann. Nach Angaben von Alex Beck, Leiter der Abteilung Gebäude und Liegenschaft im St. Ingberter Rathaus, hatte sich in Gesprächen der Stadt mit der Geschäftsführung des Landessportverbandes für das Saarland (LSVS), der Eigentümer der Tischtennis-Halle ist, zunächst folgende Lösung angedeutet: Der LSVS wollte der Stadt die Halle zum symbolischen Preis von einem Euro verkaufen. Die Stadt sollte die Halle abreißen und auch die Abrisskosten tragen. Wie sich jetzt im Ortsrat herausstellte, hat der LSVS in weiteren Gesprächen mit dem St. Ingberter Rathaus aber eine neue Position bezogen: Sollte die Halle und ihr Gelände nämlich weiter genutzt statt wie von der Stadt favorisiert in eine Grünfläche verwandelt werden, müsse über den Verkaufspreis neu verhandelt werden. Ganz abgesehen von der Frage, ob eine solche Neunutzung überhaupt möglich wäre, räumte Beck ein, dass in den aktuellen Verhandlungen der LSVS am längeren Hebel sitzt. Denn als in den 50er Jahren der Vertrag zwischen der Stadt und dem Saarländischen Handballbund geschlossen wurde, geschah dies ohne Rückfall-Klausel.Der Landessportverband als Nachfolger-Besitzer kann daher gelassen und von nutzungsabhängigen Forderungen begleitet die drei Optionen betrachten, die Alex Beck für die Zukunft der Tischtennishalle sieht: Abriss und Umwandlung in eine Grünfläche, Abriss und Neubau oder Sanierung des Gebäudes. Auf dem Hintergrund dieser Optionen habe die Stadt nach Angaben des Rathaus-Mitarbeiters inzwischen in einem Schreiben zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. Unabhängig von deren Zustandekommen drängte der Ortsrat auf eine Lösung, durch die man Halle und Gelände in der Sportstätten-Achse zwischen Stadtbad, Mühlwaldstadion und Freibad "für St. Ingbert positiv nutzen kann", wie Wolfgang Blatt (SPD) unterstrich. Und um sich selbst ein Bild vom Zustand der Tischtennis-Halle zu verschaffen, wünscht der Ortsrat dort einen baldigen Ortstermin. schet