Stadt will Halle aus Dornröschenschlaf holen

Rohrbach. Ihr Schicksal hat die Bürger Rohrbachs enorm beschäftigt. Im Sommer 2009 versammelten sich rund 100 Menschen vor der TG-Halle, weil sie fürchteten, der ehemalige Oberbürgermeister Georg Jung wolle sie abreißen lassen. Ein Bagger stand dort und gab Anlass zu der Befürchtung. Der Abrissbeschluss des Stadtrates war zwischenzeitlich auf Eis gelegt worden

 2009 demonstrierten Rohrbacher für den Erhalt der TG-Halle. Jetzt gibt es Vorschläge für deren Umnutzung. Foto: Kerstin Keller

2009 demonstrierten Rohrbacher für den Erhalt der TG-Halle. Jetzt gibt es Vorschläge für deren Umnutzung. Foto: Kerstin Keller

Rohrbach. Ihr Schicksal hat die Bürger Rohrbachs enorm beschäftigt. Im Sommer 2009 versammelten sich rund 100 Menschen vor der TG-Halle, weil sie fürchteten, der ehemalige Oberbürgermeister Georg Jung wolle sie abreißen lassen. Ein Bagger stand dort und gab Anlass zu der Befürchtung. Der Abrissbeschluss des Stadtrates war zwischenzeitlich auf Eis gelegt worden. Und mit Hans Wagner ist einer der eifrigsten Verfechter des Erhalts der Rohrbacher Halle heute Chef der Verwaltung. In den vergangenen Monaten war die alte Sporthalle kein öffentliches Thema mehr. Leser-Reporter Harald Allmannsberger unterbreitet jetzt aber folgenden Vorschlag: "Wie wäre es, nach dem Muster von Wiebelskirchen eine Allwetter-Skatebahn zu installieren?" In dem Neunkircher Stadtteil hatte ein Jugendclub die Initiative für eine Skatehalle ergriffen. Der Umbau der ehemaligen Tennishalle kostete 20 000 Euro und ist im Januar in Betrieb gegangen.

Auch mit 78 Jahren, sagt der Rohrbacher Allmannsberger, sei er noch an allem interessiert, was im Stadtteil geschieht. Über eine Skatebahn würde sich die Jugend doch freuen und nach seinen Vorstellungen sollten die künftigen Nutzer auch in das Errichten der Anlage einbezogen werden. Allmannsberger: "Die Anlage müsste von ihnen zum Teil gebaut werden und nach Fertigstellung von ihnen verwaltet und gepflegt werden." Die Stadt und ihr Jugendbeauftragter müssten das Ganze koordinieren. St. Ingberts Pressesprecher Peter Gaschott erläutert auf Nachfrage der SZ, dass hinter den Kulissen das Thema TG-Halle nicht vergessen worden ist: "Hans Wagner versucht, eine vernünftige Lösung für die Halle zu finden." Es gebe in der Sache noch einigen Gesprächsbedarf, aber auch schon eine Idee. Die Stadt favorisiert demnach momentan eine genossenschaftliche Lösung, um die Halle aus dem Dornröschen-Schlaf zu küssen. Gaschott: "Die Stadt kann das nicht alleine stemmen. Aber innerhalb eines Genossenschaftsmodells wäre eine Wiederbelebung denkbar." Als Partner sind die Rohrbacher Fechter und der direkte Anlieger der Halle, die Tennisspieler des TV 66, im Gespräch. Zu dem Vorschlag einer Skatehalle sollte sich die Betreibergruppe Gedanken machen, wenn sie sich gefunden habe. Gaschott verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass auch eine Soccer-Arena bereits als Nutzungsmöglichkeit ins Gespräch gebracht worden sei. "Die Verwaltung sollte an dieser Stelle nicht vorgreifen."

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserem Leser-Reporter Harald Allmannsberger aus Rohrbach. Sie haben auch Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter: per Sprachnachricht, SMS/Fax, MMS mit Foto an Telefon (06 81) 5 95 98 00, Mails an leser-reporter@sol.de.