Stadt sucht Hunde ohne Marke

St. Ingbert. Hundehalter aufgepasst: Die Stadt St. Ingbert plant, eine Hundebestandsaufnahme zu machen (wir berichteten). "Die Zeit ist wieder mal reif", sagt Alfred Hauck vom Amt für Steuern und Abgaben, auf Anfrage unserer Zeitung und fährt fort: "Die letzte Erhebung haben wir vor zehn Jahren gemacht

St. Ingbert. Hundehalter aufgepasst: Die Stadt St. Ingbert plant, eine Hundebestandsaufnahme zu machen (wir berichteten). "Die Zeit ist wieder mal reif", sagt Alfred Hauck vom Amt für Steuern und Abgaben, auf Anfrage unserer Zeitung und fährt fort: "Die letzte Erhebung haben wir vor zehn Jahren gemacht."Er berichtet, dass es sich immer wieder lohne, die Leute zu erinnern. Vor allem verweist der St. Ingberter Stadtangestellte darauf, dass es sich hierbei um eine Steuerpflicht der Hundehalter handele. "Durch solche Erhebungen erreichen wir eine Mehreinnahme von zehn bis 20 Prozent", so Hauck weiter. Das mache jährlich etwa 10 000 und 15 000 Euro aus.

Nach der letzten Zählung hat sich laut Hauck der Hundebestand um zirka 15 Prozent erhöht und ist in den folgenden Jahren wieder merklich gesunken. Hauck: "Erst in den vergangenen drei Jahren ist wieder ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen."

Derzeit seien in St. Ingbert 2100 Hundehalter gemeldet. Die Dunkelziffer habe bei der Erhebung vor zehn Jahren bei zirka 40 Prozent gelegen.

Auf die Frage, was den Hundehalter erwarte, der für seinen Hund keine Steuern zahlt, sagt Hauck: "Wer sagen wir seit Anfang des Jahres einen Hund hat, für den er noch keine Steuern zahlt, muss diese nachzahlen. Wer allerdings beispielsweise seit zehn Jahren einen Hund hat, den er uns nicht gemeldet hat, den kann unter Umständen schon ein Bußgeldverfahren erwarten."

Die Hundesteuer kostet in der Mittelstadt derzeit 60 Euro im Jahr für den ersten Hund, 90 Euro für das zweite Tier und 132 für das dritte. "Es handelt sich hierbei um eine Luxussteuer. Somit ist der erste Hund günstiger als jeder weitere." Der Stadtangestellte weist darauf, dass es sich bei der Hundesteuer um eine reine Steuer handele, die nicht zweckgebunden sei, dass man also das Geld zum Beispiel nicht dafür verwende, die Stadt von Hundehaufen zu befreien. Der Stadtrat habe diesen Steuersatz im Jahre 2002 zum letzten Mal erhöht.

Bereits nachdem die Saarbrücker Zeitung dieser Tage zum ersten Mal darüber informierte, dass die Stadt eine Hundebestandsaufnahme mache, gingen bei Alfred Hauck direkt 20 Meldungen ein. Sein Fazit: "Die Erinnerung war nicht schlecht."

Ansprechpartner bei der St. Ingberter Stadtverwaltung ist: Alfred Hauck, Zimmer 216, 2. Etage im Rathaus,

Telefon (0 68 94) 1 32 87.

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