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Stadt St. Ingbert prüft noch die Verteilung von Schutzmasken

Schutz vor dem Coronavirus in St. Ingbert : Maskenpflicht: Planung mit vielen Unbekannten

Noch nichts Genaues weiß man nicht, heißt es im St. Ingberter Rathaus zu der Verteilung von Schutzmasken durch freiwillige Helfer.

Ab dem kommenden Montag gilt im Saarland eine Mundschutzmasken-Pflicht in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen. Damit die Bürger dieser Pflicht nachkommen können, hat die Landesregierung allen Saarländern ab dem sechsten Lebensjahr Schutzmasken versprochen, deren Verteilung über die Kommunen erfolgen soll. Diese Eckdaten der Maskenpflicht sind auch im St. Ingberter Rathaus bekannt, es bestehen aber noch viele offene Fragen rund um die konkrete Verteilung der Masken. Die gute Nachricht vorweg: „Jeder St. Ingberter wird Masken geliefert bekommen, ohne sich selbst eine besorgen zu müssen“, sagt Florian Jung, der Pressesprecher der Stadt. Die schlechte Nachricht folgt aber auf dem Fuß: Wann die Masken verteilt werden und wie viele jeder erhalten wird, sei noch unklar.

Wie Florian Jung auf Nachfrage erläuterte, hat bereits am Donnerstagnachmittag eine Telefonkonferenz stattgefunden, an der Oberbürgermeister Ulli Meyer und Ortsvorsteher aller fünf St. Ingberter Stadtteile teilnahmen. Dort war neben den Routinethemen wie Veranstaltungen und Seniorennachmittagen auch die Verteilung von Schutzmasken ein Thema. In dieser Sache wurden nun erste grundsätzliche Entscheidungen getroffen. So wird es keine zentralen Stellen geben, an denen Mund- und Nasenschutz verteilt werden. „Denn es soll auf jeden Fall verhindert werden, dass sich wegen einer Maskenausgabe größere Menschenmengen zusammenfinden müssen“, so der Pressesprecher. Stattdessen werden die Masken flächendeckend in allen Stadtteilen in die Briefkästen der Häuser verteilt. Die Verteilung werden freiwillige Helfer übernehmen. Einige Bürger hätten sich schon bereit erklärt hierbei mitzuhelfen. Weitere Freiwillige sollen gesucht werden, nicht zuletzt mithilfe der Ortsvorsteher, die als Ansprechpartner dienen, so Jung. Am kommenden Montag werde die Zahl der Helfer in den Stadtteilen zusammengetragen. Bestehe dann noch Bedarf an Helfern, werde auch die Freiwillige Feuerwehr an der Masken-Aktion teilnehmen. Jung: „Die grundsätzliche Bereitschaft der Feuwehrkameraden hierzu besteht.“

Jetzt zu den weiteren „blinden Flecken“ rund um die Maskenverteilung in St. Ingbert. Wer wird eine Maske bekommen? „Grundsätzlich hat jeder Bürger ein Recht auf Masken, das werden wir auch umsetzen.“ In welchem Haus wie viele Bürger ein Recht auf solche Masken besitzen, werde derzeit ermittelt, auch bei den „hierbei problematischen Mehrfamilienhäusern“. Detaillierte Namenslisten könne man aber den freiwilligen Helfern nicht in die Hand drücken – alleine wegen des Datenschutzes, so der Pressesprecher. Woher diese dann aber wissen können, wie viele Schutzmasken in welchen Briefkästen gehören, werde noch geprüft.

Aber wie viele Masken wird jeder Bürger überhaupt bekommen? Vermutlich werde es zunächst mindestens zwei pro Person geben. Hierfür hat die Stadtverwaltung dem saarländischen Innenministerium die Zahl der St. Ingberter Bewohner ab sechs Jahren gemeldet. „Genaueres wissen wir erst, wenn die Masken tatsächlich wie versprochen am Sonntag in St. Ingbert angeliefert sein werden und wenn man weiß, wie viele es sind und ihre Qualität und ihre Verpackungsgröße kennt.“ Genauso in den Sternen steht, wann die Schutzmasken in den einzelnen Haushalten verteilt werden können. „Wir rechnen damit frühestens Mitte, vielleicht aber auch erst Ende kommender Woche“, sagt Jung. Auch hier müsse zudem genau geprüft werden, wie die Verteilung erfolgen könne, ohne die Sicherheit der Verteiler zu riskieren.

Die Stadt St. Ingbert sucht ab sofort weitere Freiwillige, die bei der Verteilaktion der Masken helfen wollen. Die Ortsvorsteher der einzelnen Stadtteile haben sich bereit erklärt, den Einsatz in ihrem jeweiligen Stadtteil zu koordinieren. Ansprechpartner in der Verwaltung ist die Abteilung Zentrale Dienste.

Aufgrund der kurzfristigen Planungen und der Dringlichkeit bittet die Stadtverwaltung um Rückmeldung bis Montag, 27. April, unter der E-Mail-Adresse:
ZentraleDienste@st-ingbert.de