Stadt St. Ingbert geht gegen illegale Müllentsorgung vor

Stadt kontrolliert verstärkt : St. Ingbert geht gegen Müllsünder vor

Stadt kontrolliert verstärkt die Standorte von Altglas- und Papiercontainern und verfolgt illegale Müllentsorgung.

Die Schmerzgrenze für die Stadt St. Ingbert scheint endgültig erreicht: Willkürlich abgestellter Sperrmüll, Farbeimer und Verpackungen auf Containerstandplätzen oder asbesthaltige Eternitplatten auf Wegen und Parkplätzen im Stadtwald. Die Häufung illegal abgelagerten Mülls haben in jüngster Vergangenheit derart zugenommen, dass es der Stadtverwaltung St. Ingbert entschlossen das Problem angehen will. Sie kündigt in einer Mitteilung an, dass sowohl Ordnungsamt als auch der Abfallbewirtschaftungsbetrieb St. Ingbert (ABBS) vor allem die Standorte für Altglas- und Altpapiercontainer verstärkt kontrollieren will.

Denn, sagt Peter Gaschott, Pressesprecher der Stadt St. Ingbert, „die Aufwendungen der Stadt für den illegal entsorgten Müll belaufen sich auf 104 000 Euro.“ 92 000 Euro würden alleine für die Entsorgung des Mülls auf den Containerstandplätzen aufgewandt, die restlichen 12 000 Euro fielen auf die Entsorgung des Mülls auf Wald- und Wiesenflächen. Deshalb würden Zuwiderhandlungen konsequent zur Anzeige gebracht. Demnach sind in diesem Jahr bereits 23 Anhörungsverfahren eingeleitet worden. In zehn Fällen konnten, so die Stadt, die Verursacher eindeutig überführt werden. Diese haben mit nicht unerheblichen Bußgeldern zu rechnen. So seien in diesem Jahr bereits Bußgelder zwischen 78 und 230 Euro verhängt worden. In weiteren Fällen sei das Verfahren noch nicht abgeschlossen.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in St. Ingbert rund 50 Standorte, um Altpapier und Altglas in den entsprechenden Containern entsorgen zu können. Nach Angaben der Stadt werden diese in der Regel einmal wöchentlich geleert, „abhängig von der Frequenz“, wie Peter Gaschott erklärt. Betroffen sind demnach vor allem die Standorte, bei denen sich die Täter unbeobachtet fühlen, wie etwa in Rohrbach an der Rohrbachhalle. Deshalb kontrolliert die Stadt derzeit verstärkt die Containerstandorte.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt nochmals darauf hin, dass kein Restmüll in den Containern entsorgt werden darf. Hierdurch entstehen höhere Entsorgungskosten, die letztlich die Gebührenzahler tragen müssen. Wenn Container überfüllt sind, wird gebeten, einen anderen Standort in der Nähe aufzusuchen und den Müll dort zu entsorgen. Papierverpackungen sollten zerkleinert werden, sodass möglichst wenig Hohlraum in den Containern entsteht und der Platz sinnvoll genutzt werden kann. Außerdem sollte darauf geachtet werden, die Container, insbesondere Glascontainer, weder an Sonn- und Feiertagen noch in den Nachtstunden zu befüllen, um Lärm zu vermeiden. Falls weiterhin illegaler Müll in den Containern entsorgt würde, kündigt die Stadt als Konsequenz an, die Standplätze der Papiercontainer zu reduzieren.

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