Pläne für Bahnbrücke zwischen St. Ingbert und Rohrbach Bestehende Bahnbrücke soll noch 2022 freigegeben werden

St. Ingbert/Rohrbach · Bis zum Neubau der Bahnbrücke in der Au wird es noch Jahre dauern. Die bestehende Brücke soll aber noch in diesem Jahr wieder freigegeben werden.

 Die St. Ingberter Ortsvorsteherin Irene Kaiser, Oberbürgermeister Ulli Meyer und der Rohrbacher Ortsvorsteher Roland Weber (von links) freuen sich, dass die Bahnbrücke in der Au noch in diesem Jahr saniert wird.

Die St. Ingberter Ortsvorsteherin Irene Kaiser, Oberbürgermeister Ulli Meyer und der Rohrbacher Ortsvorsteher Roland Weber (von links) freuen sich, dass die Bahnbrücke in der Au noch in diesem Jahr saniert wird.

Foto: Giusi Faragone

Die Fußgängerbrücke über die Bahn zwischen St. Ingbert und Rohrbach hatte zuletzt bereits den Stadtrat und den Ortsrat Mitte beschäftigt (wir berichteten). Die zentrale Botschaft klang zunächst nur nach Verzögerung, war doch ein Zeitraum von vier Jahren veranschlagt, ehe ein Neubau sie ersetzten wird. Jetzt hat die Stadtverwaltung die Pläne in der Au zeitlich aber noch einmal präzisiert. Demnach soll die Bestandsbrücke noch in diesem Jahr saniert und wieder freigegeben werden.

Zunächst betont man seitens der Stadt, dass die Bahnbrücke in der Au zum Leidwesen von Spaziergängern, Wanderern und Radfahrern schon seit einigen Jahren gesperrt ist. Da die Brücke vollständig im Besitz der Bahn ist, seien der Stadtverwaltung bisher die Hände gebunden gewesen. „Trotz ständigem Kontakt mit der Bahn konnte bis dato keine adäquate Lösung des Problems gefunden werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Anfragen der Stadt bei verschiedenen saarländischen Ministerien zu Fördermitteln bei einem möglichen Neubau der Bahnbrücken seien negativ ausgefallen.

Daher ist nun geplant, dass die Stadt St. Ingbert mit der Deutschen Bahn eine Vereinbarung zur Eigentumsübertragung treffen wird. Im Gegenzug saniert die Bahn die Brücke, was, wie berichtet, eine Garantie der Standfestigkeit von mindestens drei Jahren bis zur nächsten Bauwerksprüfung zu Folge hätte.

„Ich bin erleichtert und froh, dass die Brücke in der Au, je nach Vorankommen der Sanierungsarbeiten, vielleicht noch in diesem Jahr wieder freigegeben werden kann. Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer können dann endlich wieder ohne große Umwege beispielsweise zum Kahlenberg oder ins Wohngebiet Blieskasteler Straße gelangen. Dann kommt auch niemand mehr auf die gefährliche Idee, die Gleise zu überqueren“, meint Irene Kaiser, die Ortsvorsteherin von St. ingbert-Mitte. Auch der Rohrbacher Ortsvorsteher Roland Weber ist mit dieser Lösung zufrieden: „In der jetzigen Situation ist es wichtig, dass die seitens der DB angekündigten Sanierungsarbeiten als Zwischenlösung bis zum Neubau der Brücke zeitnah – jetzt im Frühjahr – durchgeführt werden, damit die Brücke für den Fuß- und Radfahrbereich wieder nutzbar ist“.

Auch die Wartezeit für einen Neubau der Brücke hat die Stadt noch einmal klargestellt. So würden bereits in diesem Jahr durch die Stadtverwaltung parallel Planungsaufträge zum Abriss der jetzigen Bestandsbrücke und für den Neubau in einer Aluminiumkonstruktion vergeben. Die Umsetzung der Maßnahme sei für das Jahr 2026 vorgesehen. Diese lange Vorlaufzeit ergebe sich durch den Umfang und die Dauer des Eingriffs in den laufenden Bahnbetrieb, weshalb die Deutsche Bahn für das Vorhaben in der Au eine Vorlaufzeit bis zu vier Jahre veranschlage.