Stadt hat einen Bürgerbeauftragten

Er hat 25 Jahre Erfahrung als Verwaltungsmitarbeiter, jetzt kümmert er sich um die Belange der Bürger: Der 43-jährige St. Ingberter Thomas Wunn kümmert sich als Bürgerbeauftragter um die Beschwerden, Wünsche und Anregungen der Bürger.

Die Stadt St. Ingbert hat einen Bürgerbeauftragten. Der Verwaltungsangestellte Thomas Wunn hat diese Aufgabe am 2. September übernommen. Gestern wurde er der Presse vorgestellt. Damit hat die Stadtverwaltung diesen Posten mit Außenwirkung einem erfahrenen Verwaltungsmitarbeiter gegeben. Der 43-jährige Wunn ist seit mehr als 25 Jahren bei der Stadt beschäftigt. Bereits in den 90er Jahren hatte St. Ingbert mal eine Bürgerbeauftragte. "Das wurde stark genutzt, ist aber seitens Oberbürgermeister Jung auf Eis gelegt worden", sagte Pressesprecher Peter Gaschott. Oberbürgermeister Hans Wagner betonte, dass man mit dieser Entscheidung einen Schritt weiter gekommen sei, was das Thema Bürgernähe angehe. Man habe mit Wunn einen erfahrenen Bürger St. Ingberts, der die Stadt sowohl als Mensch, als auch seitens der Verwaltung kennt. "Thomas Wunn kann die Wünsche der Bürger umsetzen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen", so der OB gestern weiter. Wunn ist im Rahmen seiner Aufgabe als Bürgerbeauftragter ins Hauptamt gewechselt. Somit ist er dem Oberbürgermeister direkt zugeordnet. Vorher war er 15 Jahre beim städtischen Betriebshof, war dort stellvertretender Betriebsleiter. Davor war er bei der Führerscheinstelle im Einsatz. OB Wagner betonte, dass es sich mit dem Entschluss, wieder einen Bürgerbeauftragten einzusetzen und Thomas Wunn dafür zu nehmen, um die richtige Person, die richtige Idee und die richtige Arbeitsweise handele. "Besser kann man es nicht machen", sagte Wagner. Thomas Wunn betonte, dass jede Beschwerde der Bürger ernst genommen würde. "Wir versuchen rauszubekommen, warum sich jemand beschwert. Und wir schauen, wie wir was an der Situation ändern können, damit diese Beschwerde nicht nochmal geäußert wird", so der neue Bürgerbeauftragte.

OB Wagner betonte, dass es sich bei den meisten Beschwerden seitens der Bürger um Mähmaßnahmen, die Sauberkeit in der Stadt und um falsch parken handele. Saisonal bedingt kämen dann im Winter noch die Schneeräumarbeiten dazu. Wobei er den Begriff "Beschwerdemanagement" eigentlich gar nicht für passend hält. "Eigentlich ist es ein Anregungsmanagement", sagte er.

Durch den Bürgerbeauftragten sehe man die Möglichkeit, Abläufe zu verbessern, so der OB weiter. Und sein Pressesprecher Gaschott ergänzte: "Beschwerden zu kennen und zu wissen, wo man gegensteuern muss, führt zwangsläufig zu einem veränderten Verwaltungshandeln, Beschwerden geben uns die Chance, etwas zu verändern." Zudem sei Wunn laut Gaschott auch sowas wie der "Anwalt der Bürger".

Telefonisch ist Thomas Wunn unter (06894) 1 33 00 zu erreichen; per E-Mail: buergerbeauftragter@st-ingbert.de