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St. Ingberter THW hilft beim Hochwasser in Sachsen

St. Ingberter THW hilft beim Hochwasser in Sachsen

Das THW-St. Ingbert ist zum Hochwassereinsatz in Sachsen. Die THW-ler wollen helfen, doch der Einsatz verllief anfangs chaotisch. Der Einsatzort wurde geändert und es gab wenig zu tun. Nun hat man konkrete Aufgaben.

. Am Montag kam für den Ortsverband St. Ingbert des Technischen Hilfswerks der Einsatzauftrag in die Hochwasserregion um Leipzig. Ein Tag blieb für die Vorbereitung auf den Einsatz in Eilenburg und am Dienstagmittag setzten sich zwölf THW-ler in Richtung Bad Hersfeld zum Zwischenstopp in einer Sammelstelle in Bewegung. Doch während sich dort andere Helfer beim Essen stärkten und auf eine geruhsame Nacht vorbereiteten, kamen unsere Einsatzkräfte dort nicht an, weil es eine Lageänderung gab. Denn in Grimma, einer anderen Kreisstadt im Leipziger Raum, wurde jede Hand gebraucht. "Wir wurden also durchgewunken", so Christina Reiß, beim THW St. Ingbert für die Pressearbeit zuständig.

Für die St. Ingberter war das kein Problem, denn um zu helfen war man ja schließlich in dieses Gebiet aufgebrochen. In Grimma kamen die THW-ler kurz vor Mitternacht an und sollten direkt eine Nachtschicht übernehmen, lehnten das aber nach der strapaziösen Anreise ab. "Das wäre grob fahrlässig gewesen", so Reiß. Am Mittwoch dann die Ernüchterung - man wußte nicht, wer die Helfer angefordert hatte und so wurden die, die zum Zupacken aufgebrochen waren, in die Warteschleife geschickt und hatten kaum etwas zu tun. Die Mittelstädter unterstützten die Führungsstelle in Grimma, die personell unterbesetzt war, bei der Betreuung von Einsatzkräften. Es wäre aber von den Kapazitäten her durchaus noch einiges mehr drin gewesen. Am Abend waren die St. Ingberter, aufgrund der in Grimma nicht wirklich benötigten Hilfe, frustriert und kurz davor, den Rückweg anzutreten. Aber gestern hellten sich die Mienen auf. Man wurde gebraucht, wenn auch wiederum in einer anderen Kreisstadt von Leipzig. In der Nähe von Torgau, dem kleinen Örtchen Schildau, wurde das Quartier aufgeschlagen "und wir haben jetzt jede Menge Aufträge abzuarbeiten". Hier kümmern sie sich mit ihrer Fachgruppe FK (Führung und Kommunikation) darum, dass die Einsatzkräfte ordentlich untergebracht und verpflegt werden. Bei strahlendem Sonnenschein wurde geschwenkt. Gemeinsam mit THW-Mitgliedern aus Saarwellingen, die unter anderem Feldtelefone installieren, bilden die Dengmerter die interne "FK Saarland", "die schwierigste Fachgruppe", wie Christina Reiß sagt, "nur, wenn man sich gegenseitig unterstützt, kann man so etwas machen." Der Bereitstellungsraum, in dem Saarländer aus Illingen. Theley, Heusweiler, Beckingen, St. Wendel und eben St. Ingbert übernachten, wird schon als "saarländische Botschaft" gehandelt, denn man kennt sich und "kann die Leute beim Wecken mit dem Namen ansprechen". Die Stimmung ist also gut, auch wenn sich an der Elbe in Torgau die Lage weiter zuspitzt.