St. Ingberter kommen ins Schwitzen

Im St. Ingberter „blau“ gibt es am kommenden Samstag erstmals eine Halloween-Badespaß-Party – dazu wieder die lange Saunanacht. Tanzen am Beckenrand bei entsprechender Dekoration ist erwünscht.

Die Muskeln entspannen sich, die Hitze steht im Raum. Es bilden sich Schweißperlen auf der Haut, die Augen sind geschlossen, um das Aroma - ein Gemisch von Dämpfen und Ölen - zu genießen. Dieses Gefühl von körperlicher Harmonie - das ist Sauna . So können es die Besucher der Homepage der St. Ingberter Wasserwelt "das blau" nachlesen.

Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, wird der Saunabereich der Wasserwelt wieder voller. "Wenn es draußen dunkel ist, kommt natürlich die Beleuchtung unseres Saunagartens toll zur Geltung", sagt Bäderbetriebsleiter Norbert Usner im Gespräch mit unserer Zeitung. Aber nicht nur das: Die Gäste sehnen sich nach Wärme, wenn es die Temperaturen draußen nicht mehr hergeben. Und, so Usner weiter, die Ausweichmöglichkeiten im Freien werden weniger.

Wer die Sauna im "blau" besucht, dem stehen im Inneren eine finnische Sauna , eine Biosauna , ein Dampfbad, eine Sternenhimmelsauna, eine Eisgrotte zum Abkühlen, ein Ruheraum mit Holzofen und eine Wärmesitzbank zur Verfügung. Im Außenbereich sind es eine Kelo-Sauna und eine Biosphärensauna. Im Massagebereich, so berichtet Usner, gibt es neben dem "normalen" Programm auch immer ein gut nachgefragtes Angebot des Monats.

Wer nicht so gern schwitzt, sondern lieber schwimmt, kann das im Hallenbad des "blau" tun, das normalerweise samstagsabends um 20 Uhr schließt. Nicht so am Samstag, 25. Oktober. Dann gibt es im "blau" erstmals eine Halloween-Badespaß-Party bis zwei Uhr nachts. Bisher gab es schon öfter Saunanächte, so auch an besagtem Samstag die Halloween-Sauna-Nacht. Doch jetzt haben alle Gäste, nicht nur die Saunagäste, laut Usner mit der Badespaß-Party einen Höhepunkt. Tanzen am Beckenrand bei entsprechender Dekoration ist erwünscht.

Und wenn Norbert Usner aufgrund des mieserablen Sommers schon seine "schlechteste Sommersaison seit 40 Jahren" erleben musste, so hoffen er und sein Team mit solchen Veranstaltungen und mit dem bevorstehenden Jubiläum im kommenden Jahr auf eine gute Wintersaison.

Ziel der Sauna-Wellnessanlage ist es natürlich auch, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften. "Das wurde in den vergangenen Jahren weitestgehend erreicht", teilt der Geschäftsführer der Bäderbesitzgesellschaft St. Ingbert , Hubert Wagner, auf Anfrage mit.

Natürlich betont Wagner auch, dass die derzeit stattfindende landesweite Bäderdiskussion über den Erhalt beziehungsweise die Schließung von Bädern auch von der Bäderbesitzgesellschaft verfolgt würde - ebenso die Eröffnung des neuen Kombibades im nahegelegenen Homburg, das Mitte Dezember eröffnet wird und auch eine Wellnessanlage bekommt. Die Auswirkungen auf die Besucherzahlen im "blau" wird man dann ja sehen. Wagner stellt fest: "Mit dem ,blau', das 2015 sein zehnjähriges Bestehen feiert, haben wir was Gutes geschaffen. Das bestätigen die Zahlen. Wir hätten nicht erwartet, dass im Jahr über 300 000 Besucher kommen." Natürlich ist auch Wagner nicht erfreut über die "mäßigen" Zahlen Freibad-Sommers. Waren es in einem Spitzensommer wie im Jahr 2003 schon mal 150 000 Besucher, kam man in diesem regnerischen und kalten Sommer nur auf 35 000 Besucher im Freibad (wir berichteten).

Aber wie auch Norbert Usner, blickt Hubert Wagner nach vorne und freut sich über das, was mit der Saunaerweiterung im Wellnessbereich vor einigen Jahren geschaffen wurde und seither gut angenommen wird. "Die Saunaerweiterung war ein Muss", so Wagner, der abschließend feststellte, dass die Wellness-Oase mit dem ergänzenden Massageangebot ein "schlüssiges Konzept" sei.