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St. Ingberter helfen im Leipziger Land

St. Ingberter helfen im Leipziger Land

Gestern morgen erhielt der Ortsverband St. Ingbert des Technischen Hilfswerks einen Einsatzbefehl in den Osten Deutschlands. Dort werden die Helfer in Eilenburg erwartet, wo das Hochwasser die Stadt erreichte.

. Während hier die Sonne den nassen Boden trocknet, haben die Wassermassen Bayern, Thüringen und Sachsen fest im Griff. Grund ist ein Tiefdruckgebiet, dass nicht abziehen will, massenweise Regen bringt und Flüsse anschwellen lässt, Talsperren zum Überlaufen bringt und Städte unter Wasser setzt. Auch die Region um Leipzig ist davon betroffen. Von der "größten nationalen Einsatzlage" der letzten Jahre ist die Rede und bei der Bundesregierung wurde ein Krisenstab gebildet. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz, auch das Technische Hilfswerk (THW) ist gefordert. Dessen St. Ingberter Ortsverband wurde gestern morgen kurz nach sieben Uhr per Einsatzbefehl durch den Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland nach Eilenburg beordert. Für die rund 20 Kilometer nordöstlich von Leipzig gelegene Kreisstadt mit 16 000 Einwohneren besteht eine akute Gefahr für die Überflutung der Stadt. Kaum sind die St. Ingberter THW-ler vom Jugendzeltlager, das am Sonntag endete, aus Friedrichsthal zurück, geht es ans Packen der notwendigen Ausrüstung. Auch dort standen die Wiesen unter Wasser und die Fahrzeuge sehen entsprechend schlammig aus. "Wir haben aber keine Zeit mehr, Autos oder Kleider zu waschen", so Günter Schwan. Mit drei Einsatzfahrzeugen, davon eins mit einer kompletten Ausstattung eines Großraumbüros, und einem Anhänger brechen zwischen zehn und 18 Mitglieder des St. Ingberter THW heute gegen 13 Uhr auf, um sich gegen 20 Uhr in Bad Hersfeld in einem Bereitstellungsraum zu sammeln. Von dort geht es morgen ins Einsatzgebiet. Dabei sind die St. Ingberter für "Führung und Kommunikation" verantwortlich, THW-Kameraden aus Illingen, Heusweiler, Freisen sowie Beckingen kümmern sich um die Elektroversorgung, Pumptechnik, Wasserschäden und Logistik. "Wir sollen Feldbetten und Schlafsäcke mitbringen", so Ausbildungsbeauftragter André di Zenzo, der mit einer Einsatzdauer von zehn bis 14 Tagen rechnet.