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St. Ingberter Fußgängerzone soll teilweise saniert werden

In St. Ingbert tut sich was : Die Fußgängerzone wird in Teilen saniert

Die Pläne der Stadtverwaltung St. Ingbert betreffen den Belag, der vor allem Menschen mit Gehbehinderungen nicht zuträglich ist.

Die St. Ingberter Fußgängerzone soll teilweise saniert werden. Dabei müssten die letzten Barrieren der Straße ohne Autoverkehr entfernt werden. So sehen es Pläne der Stadtverwaltung vor. „Durch den Lieferverkehr der schweren Lkw ist vor allem das Kopfsteinpflaster in der Mitte der Straße überbelastet“, meinte Ortsvorsteher Ulli Meyer beim Ortstermin vor der Sitzung des Ortsrates von St. Ingbert-Mitte. Menschen mit Gehbehinderungen, Rollatoren und auch reguläre Fußgänger sowie Leute mit Kinderwagen würden an den herausragenden Steinen hängen bleiben, so der Ortsvorsteher. Es bestehe eine nicht unerhebliche Sturzgefahr, da die Kopfsteine an enorm vielen Stellen nicht gleichmäßig in der Erde sind und herausragen. Unisono war von den Mandatsträgern zu hören, dass der vorhandene Belag zumindest teilweise flachen Steinen weichen sollte. Wünschenswert im Idealfall wäre ein völlig anderer Belag. Dieser jedoch nur in einem Teilbereich.

Die flachen, rechteckigen Platten am Rand seien dabei unkritisch. Doch diese sind meist durch Außenbestuhlung der Gastronomie oder durch Verkaufsstände der Einzelhandelsgeschäfte belegt. Fußgänger weichen so auf die Straßenmitte aus und dort besteht die Stolpergefahr. Ein sogenannter „berollbarer Orientierungsstreifen“ - gleichsam eine Art Korridor - soll her, so Ortsvorsteher Meyer. Auch dieser Wunsch fand - zumindest bei den Ortsratsmitgliedern, die beim Termin schräg gegenüber der Engelbertskirche anwesend waren - Zustimmung. Insbesondere geht es um den Bereich von der Alten Kirche bis zur Polizei. Einig war man sich auch darüber, dass die Qualität des Belages besser sein müsse. Ein Material müsse her, das sehr beständig ist.

Meyer hatte die Stadtverwaltung darum gebeten, über den aktuellen Stand der Umsetzung der Pläne zu informieren. Das Rathaus teilte im Vorfeld der Sitzung mit, dass eine Entwurfsplanung erstellt worden sei. Das Angebot zur weiteren Planung sowie die Ausschreibung lägen zur Prüfung vor. Diese bauliche Maßnahme befindet sich innerhalb eines Sanierungsgebietes. Für die Umsetzung ist die Abteilung Stadtentwicklung und Demografie zuständig. Somit ist es nicht ausgeschlossen, dass die Kosten möglicherweise als „sanierungsbedingte Ausgaben“ im Rahmen der Abrechnung der ausgewiesenen Zone zu berücksichtigen sind, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme zur Tagung des Ortsrates.

Um das Thema zu verdeutlichen:  Es geht im Prinzip darum herauszufinden, wo noch Fördergelder für die Tiefbaumaßnahme erbeten oder besser gesagt eingefordert  werden könnten - also jenseits der städtischen Mittel, die hierfür aufgewandt werden müssen. Möglicherweise ist das Land bei dieser Geschichte noch mit im Boot. Doch dies und anderes mehr gilt es noch abschließend zu klären. Und bis dahin bleibt die Fußgängerzone wie gehabt: mit ihren kleinen und größeren „Gebrechen“, die die Verwaltung zu beseitigen gedenkt.