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St. Ingberter Friseure heimsen Preis ein

St. Ingberter Friseure heimsen Preis ein

Ein Großhandelsunternehmen hatte einen Wettbewerb unter den Berufsschulen ausgeschrieben. Unter 140 Zusendungen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland hatten die St. Ingberter Friseure die Nase vorn.

Von Friseuren erwartet man Kreativität. Diese bewies die Klasse SKFR 12 des St. Ingberter Berufsbildungszentrums, die im vergangenen Jahr mit der Schule fertig war, mit ihrem Abschlussprojekt, das sogar einen Preis einheimste. "Bei uns stehen ganzheitliche Projekte auf dem Lehrplan. So wird der Frisurenkopf, der in der Unter- und Mittelstufe von den Schülern geschnitten wurde, am Ende der Ausbildung mit Färbung und Make Up fertiggestellt",sagte Lehrerin Cornelia Louis-Paulus. Immer auf der Suche nach Ideen sah sie in einer Zeitschrift, dass das Augsburger Großhandelsunternehmen L'Image, mit dessen Produkten die angehenden Friseure arbeiten und dessen Seminare die BBZ-Lehrerin besucht, einen Wettbewerb unter den Berufsschulen ausgeschrieben hatte. Mit ihm wurden die kreativsten Köpfe gesucht, was sich sowohl auf die Einsender als auch auf deren einzureichende Frisuren auf den Frisierköpfen, bezog. Adina Bürger, Juniorchefin des bayrischen Familienunternehmens, das die Preise anlässlich seines Silberjubiläums ausgelobt hatte, war überwältigt von der Resonanz. Unter 140 Zusendungen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland, die meist aus Fotos bestanden, hatten die St. Ingberter die Nase mit Abstand vorn. "Sie waren die einzigen, die einen Film gedreht haben. Als ich den sah, war ich einfach nur baff, "so Bürger, "was für ein Aufwand." Im Internet konnten dessen Nutzer über den Gefällt-mir-Button über die eingereichten Beiträge abstimmen.

Der Video-Streifen vom BBZ hatte es in sich, denn zu Beginn wird die Firma, bei der man den Preis abräumen wollte, zu Grabe getragen. Ein bepflanzter Frisurenkopf wird beerdigt, um als bunter Schmetterlingskopf wieder aufzuerstehen. "Wir waren überrascht, geschockt und leicht irritiert, als wir das gesehen haben", so die Vertreterin des Unternehmens, "ihr wolltet polarisieren und das habt ihr geschafft. Ihr habt den Preis verdient." Dieser bestand aus einem Klassensatz Frisierköpfe für die Ausbildung, immerhin 26 Stück, im Wert von 1200 Euro. "Köpfe können wir immer gebrauchen", so Louis-Paulus, deren Idee, sich mit einem Video am Wettbewerb zu beteiligen, anfänglich so gar nicht auf Gegenliebe bei ihren Schülern stieß. Die waren aber gestern bei der Preisübergabe gemeinsam mit der Schulleiterin Mechthild Falk mächtig stolz darauf, dass die filmische Umsetzung so viel Anklang gefunden hatte.