St. Ingbert lockt die Forschung an: CISPA-Chef und OB Meyer schmieden konkrete Pläne

Kostenpflichtiger Inhalt: OB Meyer baut Wirtschaftsförderung aus : St. Ingbert will Saarbrücken Cispa-Forscher streitig machen

Ein Gespann, das hervorragend miteinander kann: Das sind St. Ingberts neuer Oberbürgermeister Ulli Meyer und der CISPA-Direktor Prof. Dr. Michael Backes. Meyer setzt nun alles daran, um die Ankunft von Hunderten von Wissenschaftlern der IT-Branche im Saarland in den kommenden Jahren nicht ungenutzt zu lassen.

Und antwortet gewissermaßen schon jetzt auf Fragen, die in der Landeshauptstadt Saarbrücken bisher noch niemand öffentlich gestellt bzw. diskutiert hat. Am Montagabend kündigte Meyer - vorab im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung - im Rahmen einer Veranstaltung im St. Ingberter Pumpenhaus an, die städtische Wirtschaftsförderung um eine Kontakt-Stelle zu erweitern. Die Stellenausschreibung laufe bereits. St. Ingbert, so Meyer, verstehe sich hier, nicht mehr als sieben Kilometer vom Uni-Campus entfernt, als Service-Dienstleister.

Der oder die Neue soll sich – mit entsprechenden Sprachkenntnissen - ausschließlich um die hochspezialisierten Fachkräfte aus dem In- und Ausland kümmern. Die Gastforscher sollen gewissermaßen professionell an die Hand genommen werden, beispielswiese auf der Suche nach einem Platz für ihre Kinder in Schule und Kita, ihnen will man bei behördlichen Erfordernissen zur Seite stehen, etwa bei der Frage, ob der im Heimatland übliche Führerschein auch hier Gültigkeit besitzt, oder bei der Frage, wo Zimmer oder Wohnungen in St. Ingbert frei sind. All das ist schon in Planung.

Welche Chancen und Veränderungen bringt das CISPA Helmholtz Center for Information Security für das Saarland? Wie kann St. Ingbert hiervon profitieren? Was kann St. Ingbert zum Erfolg des CISPA beitragen? Fragen, die OB Ulli Meyer gemeinsam mit Michael Backes am Montagabend vor großem Publikum diskutierte. Das Interesse an der Veranstaltung war enorm, das Pumpenhaus platzte schier aus allen Nähten. Konkret geht es um Chancen und Möglichkeiten, die St. Ingbert hat, um Einrichtungen von CISPA, aber auch Wohnmöglichkeiten für Studenten und Dozenten in der Stadt zu schaffen. Mehrfach wurde in der jüngeren Vergangenheit bereits der Platzbedarf des Helmholtz Center im Nahbereich der Uni herausgestellt. St. Ingbert sieht sich in der Lage, Platz und Infrastruktur für das neue Institut bereitzustellen.

Meyer wörtlich: „Wir werden ein Rundum-Sorglos-Paket für CISPA-Mitarbeiter schnüren.“ Derweil sagte Michael Backes: „Wir werden die besten Leute der Welt hierher holen. Wir konkurrieren mit der Stanford University.“