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Baugebiete : Neuer Widerstand gegen „Planspiele“ in der Südstadt

Markus Schmitt von den St. Ingberter Grünen hat sich für den Erhalt des gesamten Grünareals gegenüber der Südschule ausgesprochen. Bei der Fläche handele es sich um die letzte ökologische Nische für Mensch und Tiere, die grüne Lunge (Kleinklima) in dem Wohngebiet. Sabine de Haas, ebenfalls im Vorstand der Partei, sieht dieses ökologische Kleinod ebenfalls als nicht geeignet an, da auch die gegenüberliegende Südschule diesen natürlichen Freiraum gut gebrauchen könne und die Verkehrssituation an der Schule schon jetzt oft mangelhaft sei. Die Streuobstwiese sei insbesondere für die Bienen wichtig und sie diene den Anwohnern, den Bewohnern des St. Fidelis-Stiftes wie den Schülern der Südschule der natürlichen lehrreichen Anschauung und Naherholung. Der Bolzplatz werde von Schülern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft rege genutzt. Die Beseitigung dieser Grünfläche mit vielfältigen Funktionen für Anwohner, Pflanzen und Tierwelt wäre ein Frevel in St. Ingbert. Man müsse die Biosphäre nicht nur auf dem Papier fördern, sondern in der Praxis leben, so Schmitt.

Auch die St. Ingberter Familienpartei hat sich gegen eine Bebauung der Pfuhlwiese ausgesprochen. Expansive Wohnraumbeschaffung bei nicht vorhandenem Bedarf entwerte den Immobilienbestand in St. Ingbert, so der Fraktionschef im Stadtrat, Roland Körner. Die Stadt brauche vielmehr ein Altbauinstandsetzungs-Programm zu Sanierung und Erhalt von bereits vorhandenen und leer stehendem Wohnraum. Zudem verweist Körner auf das politische Verfahren: „Es gab und gibt in den nächsten Monaten hierzu keine (entscheidende) Abstimmung. Es waren Planspiele, die der Rat zur Kenntnis genommen hat.“

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