St. Ingbert bleibt weiter Fairtrade-Stadt

Titel erneuert : St. Ingbert bleibt weiter eine Fairtrade-Stadt

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe Saarpfalz-Kreis überreichte die Titelerneuerungsurkunde im Rathaus.

Fairtrade, der faire Handel. Keine Ausbeutung, keine Zwangsarbeit. Bessere Preise für Kleinbauernfamilien und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Schwellen- und Entwicklungsländern. All das gehört zu den Zielen von Fairtrade. Unternehmen, Konsumenten und Produzenten verbinden und etwas in der Welt verändern. Dazu trägt auch St. Ingbert bei. 2013 beschloss der Stadtrat St. Ingbert zur fairen Stadt zu machen. 2017 erfolgte die Zertifizierung und nun wurde dieser Titel erneuert. St. Ingbert ist Fairtrade-Stadt. Ab dem 8. März tritt der Titel in Kraft. Passend dazu werden am Weltfrauentag fair gehandelte Rosen verteilt.

Zur Übergabe der Urkunde kam am Donnerstag die Koordinatorin der Fairtrade Steuerungsgruppe Saarpfalz-Kreis, Beate Ruffing, ins Rathaus und überreichte Oberbürgermeister Hans Wagner die Rezertifizierung. Den Titel hat sich St. Ingbert mit viel Engagement verdient. „Es wurde kräftig daran gearbeitet“, so Ruffing. Dazu gehören zum Beispiel die fairen Schulen BBZ und Leibniz, die Pfarrei Heiliger Ingobertus, die Faire Kita St. Franziskus, die Stadtverwaltung und das Stadtmarketing, der saarländisch-philippinische Freundeskreis . und die DPSG-Pfadfinder Rohrbach. Sie sind neue Mitglieder der Steuergruppe. Unter den Pfadfindern gibt es nun ganz neu die Fairtrade-Scouts, die beim Parkfest im Mai ausgezeichnet werden.

Auch die Händler in der Biosphärenstadt gehören zu den Partnern. Etwa Get it, don‘t Copy, die Fair Weare kaufen und ihre Textilien vor Ort selbst bedrucken und eng mit regionalen Künstlern zusammenarbeiten. Insgesamt bieten neunzehn Händler und fünf Gastronomen faire Produkte an. Auf dem Biosphärenmarkt am kommenden Wochenende wird die Steuergruppe ebenfalls vertreten sein. Schon bei der Übergabe der Titelurkunde war ein Teil der Botschafterausstellung zu sehen. Portraits prominente Unterstützer des fairen Handels, die ihr Engagement begründen. „St. Ingbert gehört zur Fairtrade-Familie Saarpfalzkreis“, so Ruffing. „Gemeinsam mit Kirkel, Blieskastel und Homburg.“

Mit neuen Aktionen geht es beständig weiter. Zu der Verteilaktion FlowerPower am Weltfrauentag und dem Biosphärenmarkt kommt im Sommer die Aktion „faire Schultüten“ hinzu, bei der die Bewerbung fairer Inhalte für die beliebte Einschulungstradition im Mittelpunkt steht. Dazu sind Verkaufstische im Weltladen und verschiedenen Kitas geplant. „Gute Möglichkeiten das Ungleichgewicht im Handel zu ändern“, sagte Wagner. Beispiele für eine gute Sache. „Machen Sie weiter so“, schloss Ruffing.