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Sommerfst der Lebenshilfe: Sport, Spiel und Spaß bei der Lebenshilfe

Sommerfst der Lebenshilfe : Sport, Spiel und Spaß bei der Lebenshilfe

An Maria Himmelfahrt lud die Lebenshilfe zu ihrem alljährlichen Sommerfest. Höhepunkt war der Auftritt von Elfriede Grimmelwiedisch.

Einen ganzen Tag stand das Sommerfest der Lebenshilfe am „Ilse de Giuli-Haus“ im Schiffelland am vergangenen Dienstag unter dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“. Große bunte Buchstaben aus Papier, die diese drei Worte bildeten, hingen von der Decke des Saales, wohin sich die Gäste während der Regenschauer zurückziehen konnten. Auch wenn durch das Wetter einige Programmpunkte ins Innere des Hauses verlegt werden mussten, tat das der guten Laune, gerade der behinderten Besucher, keinen Abbruch. An diesem Tag freute man sich einfach nur, mit Geschwistern, Eltern, Mitarbeitern der Lebenshilfe und vielen Gästen einen schönen Tag mit einigen Höhepunkten erleben zu dürfen. Wobei hier die Interessen ganz unterschiedlich ausfielen. Ein Bewohner des Wohnheims Homburg war beispielsweise ganz aufgeregt, dass sich eins seiner gezogenen Tombolalose als, wenn auch nur kleiner Gewinn entpuppte. Die Freude über das Buch oder einfach darüber, „Glück im Spiel“ gehabt zu haben, war ihm ins Gesicht geschrieben. Er bestand darauf, diesen Moment im Foto festzuhalten. Großen Applaus bekamen erwartungsgemäß „Die Ottentaler“. Angesichts der sportlich-humoristischen Vorführung der Show-Turngruppe blieb einigen Besuchern der Mund offen stehen. Es sah alles so leicht aus und doch steckte hartes Training dahinter, wie ein Wohnheimbewohner bei einem der Ottentaler in Erfahrung bringen konnte. Die Bewegungsabläufe wären schon für viele nicht körperlich eingeschränkte Menschen eine große Herausforderung gewesen, für die behinderten Besucher allerdings undenkbar. Doch auch sie haben die unterschiedlichsten Begabungen, die sie beim Sommerfest gerne zeigten. Singen wie im Chor der Lebenshilfe oder Musik machen wie bei den Saarpfalz-Rhythmikern geht immer. Und Luftgitarrespielen. Und Tanzen. Und laut mitklatschen. Viele der Fest-Besucher hatten ein Handicap, aber auch eine Lebensfreude, die ansteckend wirkt. Zwar war der Kletterberg nichts für sie, der wurde von vielen Kindern rege genutzt, doch das Treiben auf der Spielwiese war für alle gleich interessant. Das war auch der Sinn des inklusiven Festes, vielen unterschiedlichen Menschen jeden Alters ein paar schöne gemeinsame Stunden zu bieten. „Ich bin erstaunt, wie viele heute zu uns gekommen sind“, sagte der Vorsitzende der Lebenshilfe Saarpfalz, Markus Gestier, angesichts des munteren Treibens. Mit „Attacke“-Rufen betrat später Elfriede Grimmelwiedisch, bekannt aus Funk, Fernsehen und vor allem aus der Fasenacht, den Raum. Nicht alle ihrer (Über-)Lebenstipps waren jugendfrei und ihre Gags wurden auch nicht von jedem in der Runde verstanden, aber ihre Art zu reden, wie ihr der „Schnawwel gewachs is“, kam super an. Viele Handys richteten sich auf die „einzige Dame mit solch einem Schnorres“, wie Gestier sie ankündigte und machten Fotos des bekannten saarländischen Unterhaltungskünstlers. Filmisch konserviert wurde so auch der in Worte gefasste Wunsch der Kaltnaggischerin an die Gäste der Lebenshilfe, einen in allen Farben strahlenden Regenbogen zu haben, der sie über den Alltag tragen möge. Im Anschluss gab es noch einen Fototermin mit der resoluten Dame, der rege genutzt wurde. Solche Begeisterung lösen woanders Teenie-Idole aus. Mit Rock und Pop, dargeboten von Andy Pink, klang der ereignisreiche Tag aus.