SPD verteidigt Begriff "Dicke Berta"

St. Ingbert. Ist die Bezeichnung "Dicke Berta" für die umstrittene Ingobertus-Statue am Kreisel in der Ensheimer Straße pietätlos? Auf die Pressemitteilung "Die Dicke Berta muss weg!" der SPD-Stadtteilorganisation St. Ingbert-Süd vom 20

St. Ingbert. Ist die Bezeichnung "Dicke Berta" für die umstrittene Ingobertus-Statue am Kreisel in der Ensheimer Straße pietätlos? Auf die Pressemitteilung "Die Dicke Berta muss weg!" der SPD-Stadtteilorganisation St. Ingbert-Süd vom 20. Juli gab es Leserbriefe in der SZ, in denen die "Dicke Berta" als pietätlose und geschichtsvergessene Anspielung kritisiert wurde. "Das mit der Kanone wissen wir bei der SPD natürlich, aber auch um die vielfältige Übertragbarkeit solcher Bezeichnungen. Anderenfalls sollten die Kritiker auch den Begriff 08/15 (Nullachtfuffzehn) nicht mehr verwenden, der schließlich auf ein Maschinengewehr im Ersten Weltkrieg zurückgeht, dessen Einsatz gewiss ebenfalls verheerend war", entgegnete Franz-Josef Mast, Sprecher der SPD-Stadtteilorganisation in einer weiteren Pressemitteilung. Und im Übrigen: "Dicke Berta" heiße ein Leuchtturm bei Cuxhaven, die Kanone hieß "Dicke Bertha"(mit h). Aber auch der Präsident der Europäischen Zentralbank Draghi nutze neben der "Bazooka" auch die "Dicke Bertha" in der Geldpolitik. Mast: "Die St. Ingberter Berta (natürlich ohne h) ist da viel harmloser." red

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