SPD-Trio geht ins Rennen

Homburg

Homburg. Drei einstimmige Nominierungen: Die Homburger SPD hat sich gestern mit großer Geschlossenheit bei ihrer Stadtverbandskonferenz im Siebenpfeifferhaus für David Lindemann als ihren Kandidaten für die Bundestagswahl im Jahr 2013, für Theophil Gallo als Bewerber für das Amt des Landrates und für Rüdiger Schneidewind als SPD-Herausforderer für die Wahl zum Homburger Oberbürgermeister im Jahr 2014 ausgesprochen. Lediglich eine Enthaltung bei der Nominierung Gallos trübte das ansonsten durchgängig klar gezeichnete Bild der Stimmungslage in der Homburger SPD.

Rechtlich verbindlich, und darauf wies Hans Felden als Vorsitzender des Stadtverbandes der SPD zu Beginn des Abends hin, sind alle drei Nominierungen noch nicht. So wird sich David Lindemannn mit Blick auf die Bewerbung des Gersheimers Michael Clivot gegen mindestens einen parteiinternen Gegenkandidaten durchsetzen müssen. Die offizielle Wahl des Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 299 wird erst im kommenden März 2013 stattfinden. Auch Theophil Gallo wird erst später in einer entsprechenden Versammlung offiziell benannt werden. Endgültiger war da gestern die Nominierung von Rüdiger Schneidewind als OB-Kandidat. Zwar wird auch hier erst später, wahrscheinlich Ende 2013/Anfang 2014, so sehen es die gesetzlichen Vorgaben vor, die Stadtverbandskonferenz der Homburger SPD Schneidewind offiziell wählen, nach dem einstimmigen Votum gestern, und auch das machte Felden klar, wird diese Wahl aber kaum mehr als eine Formalität sein.

David Lindemann machte deutlich, dass sein möglicher Sieg in der zeitlich am nächsten liegenden Bundestagswahl ein geeigneter Impuls sei, um die nachfolgenden Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen positiv zu beeinflussen. "Die Bundestagswahl bietet uns die Möglichkeit, uns eine bessere Ausgangsposition für die folgenden Entscheidungen zu verschaffen." Und man habe die Chance, Geschlossenheit zu zeigen.

Diese Geschlossenheit soll dann auch Theophil Gallo zum Nachfolger von SPD-Landrat Clemens Lindemann machen. Und Gallo ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er, mit Blick auf seine Lebens- und Berufserfahrung, der geeignete Kandidat für das Amt sei.

Rüdiger Schneidewind schließlich machte gestern Abend amtlich, was für die wenigsten in der Stadt noch eine Überraschung ist: Er will Oberbürgermeister werden. Bei seiner Rede, in der er sich klar für das ECE-Center auf dem Enklerplatz, für den Neubau des Kombibades, für den Erhalt der Hohenburgschule oder auch für Erbach als bleibendem Standort für das Sportzentrum aussprach, ging Schneidewind auch auf seine Vergangenheit als Grünen-Politiker und auf seine Freundschaft mit dem amtierenden Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) ein. Mit Blick auf Ersteres sagte er: "Ich habe es nicht bereut, in die SPD und vor allem in die SPD Homburg eingetreten zu sein." Und zu Letzterem: "Es ist ganz normal, dass ich 2008/2009 Astrid Klug unterstützt habe und dass Karlheinz Schöner mich 2014 nicht unterstützen wird."