SPD-Stadtratsfraktion zu Wohnen auf dem WVD-Gelände

WVD-Gelände : SPD will Wohnen auf WVD-Gelände

Bauflächen sollen möglichst bald als gemischtes Stadtviertel entwickelt werden.

Die SPD-Stadtratsfraktion befürwortet die aktuellen Diskussionen um die Weiterentwicklung des ehemaligen WVD-Geländes in der St. Ingberter Innenstadt. Es sei erfreulich, dass die Mehrheitskoalition aus CDU, Familien-Partei und Grünen sich nun endlich dem Nutzungsvorschlag der SPD angeschlossen habe, diese wichtige Entwicklungsfläche für Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Ebenso sei es zu begrüßen, dass nunmehr die Überlegungen bestehen, mit einem Investor in einen sinnvoll abgestimmten Planungsprozess für eine anspruchsvolle städtebauliche Entwicklung dieses Stadtbereichs einzusteigen. Dem von der SPD seit vielen Jahren aufgezeigten dringenden Bedarf an neuem Wohnraum in St. Ingbert sollte nun zügig nachgekommen werden.

Zwar könne die Entwicklung des CISPA/Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit in Saarbrücken ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die Projektentwicklung auf dem WVD-Gelände sein, aber der Blick sollte nicht auf einen IT-Studierenden-Campus verengt werden. Ein reiner Studierenden-Campus erscheint als sehr spekulativ, zumal es schon einmal ein solches Projekt in St. Ingbert gab, das missglückte, so die SPD. Das CISPA diene zudem in erster Linie der Forschung und weniger der Lehre. Entsprechend bestehe absehbar ein erheblicher Bedarf an Wohnraum für Forscherinnen und Forscher des CISPA sowie sonstige Beschäftigte.

Qualifizierte Fachkräfte und ihre Familien als Neubürger zu gewinnen, sei das nachhaltigere Ziel im Interesse der Stadt – sowohl ökonomisch als auch demografisch. Darüber hinaus hält es die SPD für erforderlich, mit einem gemischten Stadtviertel auch bezahlbaren Wohnraum für junge Familien, ältere Menschen und Studierende anbieten zu können.

Für eine solche Standortentwicklung besteht eine hohe Dringlichkeit! St. Ingbert steht dabei im Wettbewerb mit den umliegenden Kommunen. Jetzt rächten sich die Versäumnisse der letzten Jahre, in denen eine Blockadekoalition im Stadtrat die von der SPD geforderte Entwicklung von Neubauflächen für Wohnungen in allen St. Ingberter Stadtteilen verhindert habet. „Die neue Entwicklung auf dem WVD-Gelände sollte auch Anlass sein, an weiteren sinnvollen Standorten in St. Ingbert städtebaulich qualitätsvolle Wohnprojekte im Sinne einer modernen Stadtpolitik voranzutreiben“, so Sven Meier, Vorsitzender der SPD Stadtratsfraktion.