SPD kämpft für Kita: SPD möchte die Finanzierung des Kita-Umbaus vorantreiben

SPD kämpft für Kita : SPD möchte die Finanzierung des Kita-Umbaus vorantreiben

(red) Soll nach der Schließung der Grundschule nun auch die Kindertagesstätte in Rentrisch geschlossen werden? Diese Frage stellt die SPD im St. Ingberter Stadtteil in den Raum. Die städtische Kindertagesstätte in Rentrisch ist stark sanierungsbedürftig und räumlich sehr eingeschränkt. Die ehemalige Grundschule in Rentrisch war sowohl vor der Flüchtlingskrise und wird auch momentan nicht hinreichend genutzt. Deshalb hätten die SPD und die Stadtverwaltung hohes Potenzial in einer Verlagerung der städtischen Kindertagesstätte in das Gebäude der ehemaligen Grundschule gesehen. Bereits 2012/13 wurde eine Machbarkeitsstudie für eine viergruppige Kindertageseinrichtung in der ehemaligen Grundschule erstellt. Die Kosten für den Umbau wurden auf 1,1 Millionen Euro veranschlagt, wovon vom Land die Zusage kam, über drei Viertel als Fördergelder fließen zu lassen. Also müsste die Stadt St. Ingbert noch knapp 250 000 Euro in den städtischen Haushalt einstellen. Seit 2013 seien von Seiten der SPD im Ortsrat, in den zuständigen Ausschüssen und dem Stadtrat mehrmals Anfragen über den Verlauf der Angelegenheit gestellt. Man habe von Seiten der Verwaltung – auch im Hinblick darauf, dass die Fördergelder des Landes verfallen könnten – zugesichert, dass nur noch einige Gespräche zu führen wären und dann mit dem Umbau begonnen werden könne. Nachdem nach der ersten Flüchtlingswelle das Gebäude der ehemaligen Grundschule als Ausweichmöglichkeit nicht mehr in Betracht kam, habe die SPD Rentrisch den Umbau wieder in die Haushaltsberatungen 2017/18 eingebracht – auch im Hinblick auf die zugesagten Fördermittel der Landesregierung. Dabei hätten die SPD Rentrisch und die SPD Stadtratsfraktion jedoch bei den jetzigen Haushaltsberatungen des Ortsrates feststellen müssen, dass die Baumaßnahme bislang keine Berücksichtigung gefunden habe, wie auf Anfrage bei der Stadt vom Kämmerer bestätigt worden sei. Man müsse erneut die Fördergelder beim Land beantragen. Dies erscheint aus Sicht der SPD insoweit kurios, als eine Woche vorher im Baumanagementausschuss bestätigt worden sei, dass mit dem Umbau noch 2017 begonnen werde mit der Begründung, dass ansonsten – wie bereits von der SPD befürchtet – die Fördermittel verfallen könnten.

Was geschieht bei der Stadtverwaltung? Weiß das Produktmanagement der Finanzen nicht was die Bauabteilung macht und umgekehrt? Zumal bereits auf dem diesjährigen Dorffest von einem Baubeginn 2018 – also ein Jahr später als im Ausschuss für Baumanagement versprochen – zu hören war.

Die SPD Rentrisch will am Ball bleiben, damit in den anstehenden Haushaltsberatungen im September/Oktober in den zuständigen Ausschüssen und im Stadtrat die Interessen des Ortsteils Rentrisch berücksichtigt werden und alle Ratsmitglieder dem sofortigen Umbau zustimmen. „Ansonsten müssten sich die SPD und die Rentrischer fragen, warum Gelder für den Neu-/Umbau von Kindertagesstätten anderer privater und kirchlicher Träger umgehend im Haushalt berücksichtigt und bewilligt werden, aber eine stadteigene Kindertagesstätte immer noch buchstäblich in den Kinderschuhen steckt“, so Sven Meier, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat St. Ingbert.

„Für ein lebenswertes Rentrisch muss eine Landflucht junger Familien und die Vergreisung des Ortes verhindert werden. Sonst hätte all dies zur Folge, dass absehbar auch die angeschlossene Halle geschlossen werden müsste, ein Rückgang der Mitglieder in den Vereinen vorprogrammiert wäre und somit das öffentliche Leben im Ortsteil enorm leiden könnte“, so Helga Roth, Mitglied des Ortsrats Rentrisch und des Stadtrats.