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So läuft die Wiedereröffnung der Grundschulen in St. Ingbert

Grundschulen in St. Ingbert : Viertklässler kehren in Schulsäle zurück

Teilaufnahme des Schulbetriebes in den St. Ingberter Grundschulen am Montag erforderte eine organisatorische Meisterleistung. Kleine Lerngruppen und Gruppen zur Notbetreuung werden eingerichtet.

Gemäß der Vereinbarung von Mitte April diesen Jahres zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder wird für den 4. Mai der Schulbetrieb in St. Ingbert partiell wieder aufgenommen. Für die Stadt St. Ingbert als Träger der Grundschulen stehen dabei die vierten Klassen der Grundschulen im Fokus. „Hierbei steht die Gesundheit von Schülern, Lehrern und Angestellten der Schulen an vorderster Stelle.“ Dies betont Oberbürgermeister Ulli Meyer in einer Pressemitteilung ausdrücklich und verweist mit seinem Team auf unverzichtbare Voraussetzungen, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Hierfür hat eine Absprache zwischen den Schulleiterinnen der St. Ingberter Grundschulen und allen Beteiligten stattgefunden. Bei einer abschließenden Begehung besuchten Nadine Müller, Beigeordnete für den Geschäftsbereich Kinder und Bildung, Michael Sommer, Geschäftsführers der gemeinnützigen kommunalen Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung (GBQ) St. Ingbert, die Träger der Freiwilligen Nachmittagsbetreuung ist, und Andreas Güngerich, neuer Abteilungseiter für den Fachbereich Schulen, die verschiedenen Einrichtungen. Der Eindruck sei tatsächlich beispielgebend gewesen, hätten doch die Lehrer, Hausmeister, Sekretariate, Reinigungskräfte und die GBQ als Träger der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) eine außergewöhnliche Teamleistung für diese schwierige Zeit vollbracht. Nadine Müller bedankte sich im Namen der Stadt und der Bürger bei allen für diese organisatorische Meisterleistung in besonderer Zeit. Zudem gibt sie zu bedenken, dass man neben sämtlichen Regularien auch die Ängste und Sorgen der Kinder und Eltern nicht vergessen werden sollten. Bei vier Stunden Unterricht (von 8 bis 11.30 Uhr) am Tag werde sicherlich neben den Hauptfächern und neuen Regeln und Maßnahmen auch das Thema Gefühle eine wichtige Rolle spielen.

Zum landesweiten Musterhygieneplan und der dazugehörigen Gefährdungsbeschreibung jedes Gebäudes gehören unter anderem das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen auf dem Schulweg und im Schulgebäude (nicht zwingend im Unterricht), das Händewaschen beziehungsweise die Anwendung von Desinfektionsmitteln beim Betreten der Schulen, sowie die Nutzung separater WCs, Ein- und Ausgänge und der Wege im Schulhaus. Mit den einzelnen Lerngruppen wurden Treffpunkte und Eingänge vereinbart, damit es nicht zu Ansammlungen vor dem Gebäude beim Eintreffen kommt. Hier folgt auch die eindringliche Bitte an die Eltern, sich ebenfalls nicht in Gruppen vor dem Schulgebäude zu versammeln.

Zudem würde auch der geforderte Sicherheitsabstand berücksichtigt. So wurden in allen Schulen mehrere Lerngruppen (maximal zehn Kinder) und Notbetreuungsgruppen (maximal fünf Kinder) eingerichtet (siehe Info). Jede Gruppe erhält seinen eigenen festen Saal mit zugeordneten Tischen, die im Abstand von 2 Metern aufgestellt wurden. Somit mussten durchaus auch Klassensäle geleert oder umgestellt werden. Einzelne Flure in den Schulgebäuden wurden mit Pfeilen für Laufrichtung oder Abstands-Abgrenzungen kenntlich gemacht und auch die Pausenzeiten gestaffelt und Schulhofbereiche begrenzt. Für die Eltern wurden hierzu Richtlinien erarbeitet, Informationen gebündelt und mittels Elternbrief kommuniziert.

Auch die Bereitstellung langlebiger Stoffmasken in Kindergröße ist ein weiterer freiwilliger Beitrag der Stadt St. Ingbert für die Sicherheit und Gesundheit der Kinder. Insgesamt 1100 Kindermasken beschaffte die Verwaltung für die Schüler. Die Masken werden an die Kinder kostenlos ausgeteilt. Die verstärkte Reinigung mit entsprechenden Desinfektionsmitteln durch städtisches Personal ist gewährleistet. Michael Sommer von der GBQ, die Kräfte zur Verfügung stellt, erklärte: „Die Lehrkräfte erfahren morgens, sowie auch mittags Unterstützung von dem Personal der Freiwilligen Ganztagsschulen bei der Notbetreuung.“

Was die Notbetreuung für die Klassenstufen 1 bis 3 anbelangt, so wurden neue Anträge im Laufe der Woche bearbeitet und entsprechend bewilligt. Da die Organisation derzeit abgeschlossen ist und die Kapazitäten der Notbetreuung aktuell ausgelastet sind, muss bei zukünftigen Anträgen eine komplette Neuorganisation erfolgen. Diese erfolgt dann unter Berücksichtigung der bekannten Systemrelevanz, Kapazität von Personal und belegbaren Räumlichkeiten. Alle Eltern mit Kindern in Klassenstufe 1 bis 3 werden wie bisher von den Lehrern mit Lehrmaterial versorgt. Bislang sind keine weiteren Details zu Öffnungsschritten bekannt. Sobald hierzu neue Informationen vorliegen, erhalten alle Eltern diese rechtzeitig über die Schule.