Skiclub ist für Anfänger ideal

„Die Ausbildung ist eines unserer Steckenpferde“, sagt Sandra Derschang, die Sportwartin Alpin des Skiclubs in Hassel, der seit diesem Jahr eine anerkannte Skischule ist. Damit ist er für Anfänger interessant, die bei Ausflügen keine teuren Kurse vor Ort buchen müssen.

In einer schönen Gemeinschaft macht alles noch viel mehr Spaß. Und deshalb sucht der Skiclub Hassel noch aktive Mitglieder, die gern auf zwei Brettern oder einem Snowboard unterwegs sind. Die Mitglieder des Clubs treffen sich auch zum Wandern, zum Feiern oder, wie vor ein paar Tagen, zur Saisoneröffnung in der Schopphübelhütte, wo bereits die nächsten Fahrten besprochen wurden. "Seit diesem Jahr sind wir eine vom Deutschen Skiverband (DSV) anerkannte Skischule", freut sich Sandra Derschang, die Sportwartin Alpin des Vereins. Für diese Aufwertung der Vereinsarbeit sorgte Jochen Knobloch, Skischullehrer im DSV. Er ist seit ein paar Jahren im Skiclub Hassel und besuchte Ende 2014 einen Skischulleiterlehrgang im Stubaital.

Der Club profitiert vom Beschluss seines Vorstands, dass sich die Mitglieder mit gesonderten Lehrgängen weiterbilden. Mittlerweile trug die Arbeit Früchte, und der Club hat neun Ski-Alpin- und zwei Snowboard-Instruktoren in seinen Reihen. Jene für den Part Ski-Alpin zuständigen Ausbilder haben alle Instruktoren-Qualifikationen. "Das hat für die Teilnehmer unserer Fahrten den großen Vorteil, dass sie nicht die teuren Ski-Kurse vor Ort buchen müssen, sondern bei uns in kleinen Gruppen am Hang individueller betreut werden können", so der Vereinsvorsitzende Sven Güngerich. Gerade für Ski-Fahr-Anfänger ist das ideal. "Die Ausbildung ist eines unserer Steckenpferde, worauf wir viel Wert legen", sagt Sandra Derschang über die Clubarbeit. Jochen Knobloch weist noch auf die Skikurse hin, die vom Verein angeboten werden.

Seit 1980 gibt es den Verein bereits, und in seinem 35. Jahr hat er mehr als 250 Mitglieder zwischen acht und 90 Jahren. Doch davon stehen noch rund 100 auf Skiern.

Bei den aktiven Mitgliedern gab es einen Einbruch, wie der Vorstand sagt. Der Wunsch des Vereins nach "frischem Blut" ist deshalb verständlich. Neue Mitglieder sind ein Garant dafür, dass der Verein aktiv bleibt und eine Zukunft hat. Jeder ist willkommen. "Wir bieten viele Fahrten für verschiedene Zielgruppen an", so Derschang.

Für Vorschläge immer offen

Man überlege auch, ob man neue Wege gehen soll, indem Schneewandern oder Langlauf ins Programm Aufnahme finden. Für Wünsche und Vorschläge sei man offen und dankbar. Auch bei den angebotenen Fahrten versuche man, jedem Anspruch gerecht zu werden. So gebe es Selbstversorgerfahrten wie an Silvester, Übernachtungen in Pension, Hotel oder Jugendherberge, mit oder ohne Halbpension. Mit dem Angebot wolle man vor allem mehr Familien und jüngere Ski-Interessenten, wie beispielsweise Studenten, ansprechen. Man nimmt es den Mitgliedern ab, wenn sie sagen, dass sie kein geschlossener Club und offen für "viele und alles" sind.

Auch abseits der Piste ist der Skiclub Hassel präsent, so beim Dorffest mit den allseits beliebten Kuckuckssteaks. Den Sommer über wird immer montags Mountainbike gefahren, wöchentlich gibt es Skigymnastik. Das "gesellige Völkchen", wie sich die Skifahrer selbst bezeichnen, freut sich auch, wenn Nichtmitglieder an ihren Fahrten teilnehmen. Für Alleinreisende dürfte das ebenfalls eine gute Alternative sein. Demnächst stehen Fahrten nach La Bresse in den Vogesen oder Garmisch-Partenkirchen, inklusive Besuch des Weltcup-Rennens, an. Wer sich noch nicht sicher ist, ob Skisport was für ihn ist, kann eine Probemitgliedschaft für ein Jahr abschließen. "Es geht aber vor allem um die Gesellschaft. Bei uns ist man nicht allein", sind sich alle einig, "wir würden uns sehr über neue Leute freuen, denen wir gerne ,Herzlich willkommen im Skiclub' sagen würden."