SGH wieder nicht clever genug

Die SGH St. Ingbert hat am Samstagabend eine weitere Niederlage in der Handball-Saarlandiga kassiert. Bei der HSG TVA/ATSV Saarbrücken gab St. Ingbert das Spiel in den Schlussminuten aus der Hand und verlor am Ende mit 22:25.

Handball-Saarlandigist SGH St. Ingbert hat am vergangenen Samstag erneut eine knappe Niederlage einstecken müssen. Lange Zeit verlief die Partie bei der HSG TVA/ATSV Saarbrücken völlig ausgeglichen, doch in den Schlussminuten brachten eine Rote Karte und ein Lattentreffer die SGH auf die Verliererstraße - St. Ingbert verlor mit 22:25.

Zu Beginn des Spiels rieben sich die etwa 100 Anhänger der Hausherren aber erst einmal verwundert die Augen. Nicht die heimstarken Saarbrücker, die in der Rastbachtalhalle bislang nur gegen das Spitzenteam des TV Merchweiler eine Niederlage kassiert haben, bestimmten die Partie, sondern das Tabellen-Schlusslicht aus St. Ingbert. Die SGH lag schnell mit zwei Toren in Führung (2:0) und konnte den Vorsprung bis Mitte der ersten Halbzeit halten (7:6).

Anschließend kam Saarbrücken besser ins Spiel - es entwickelte sich eine enge, umkämpfte Partie auf Augenhöhe, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Mit einem hauchdünnen Vorsprung für St. Ingbert wurden die Seiten gewechselt (13:12).

Der zweite Durchgang verlief zunächst ähnlich. Die SGH führte schnell wieder mit zwei Toren (15:13), spielte ihre Angriffe in der Folge aber zeitweise nicht geduldig genug aus und leistete sich nun mehr technische Fehler. So wogte die Partie weiter hin und her, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Nach 52 Minuten stand es 20:20.

Fünf Minuten vor der Schluss-Sirene dann die vielleicht entscheidende Szene. Beim Stand von 20:21 aus SGH-Sicht verlor St. Ingbert in der Vorwärtsbewegung den Ball, Abwehrspezialist Sebastian Diener konnte den Tempogegenstoß der Gäste nur mit einem Foul unterbinden und sah glatt Rot. Zunächst verwandelte Saarbrücken den fälligen Siebenmeter, im Gegenzug traf St. Ingberts Manuel Wilhelm nur die Latte. In Überzahl gingen die Hausherren schließlich erstmals an diesem Abend mit drei Toren in Führung und brachten den Sieg am Ende über die Ziellinie.

SGH-Trainer Martin Schwarz stellte fest: "Saarbrücken war heute nicht besser als wir, sondern am Ende einfach cleverer. Wir schenken den Ball ohne Bedrängnis her und der Gegner macht die Tore. Wir waren heute wieder nah dran, das ändert aber nichts daran, dass wir in der Tabelle weiter mit dem Rücken zur Wand stehen". Mit nur einem Sieg aus elf Spielen liegt die SGH weiter am Tabellenende.

SGH-Tore: Ralf Wilhelm (5), Jaroslav Dobrovodsky, Manuel Wilhelm, Christian Schauer (je 4), Patrick Richter (3), Dennis Philipp, Dirk Blaumeiser (je 1).

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