SGH wieder mit Bruch im Spiel

Die SGH St. Ingbert hat am Samstagabend auch ihr drittes Saisonspiel verloren. Gegen die HG Saarlouis II spielte St. Ingbert nur 20 Minuten auf Augenhöhe. Danach verfiel die SGH in alte Muster und verlor am Ende klar mit 20:31.

Die SGH St. Ingbert hat am Samstagabend in der Handball-Saarlandliga die dritte Schlappe im dritten Saisonspiel einstecken müssen. Mit 20:31 verlor die SGH in der Ingobertushalle vor 100 Zuschauern gegen die zweite Mannschaft der HG Saarlouis. Dabei hatte es in der Anfangsphase noch so ausgesehen, als könnte St. Ingbert gegen die mit A-Jugend-Bundesliga-Spielern gespickten Gäste eine Überraschung schaffen. Saarlouis biss sich an der aggressiven SGH-Defensive zunächst die Zähne aus, erzielte in den ersten zehn Minuten nur zwei Treffer. St. Ingbert konnte daraus allerdings kein Kapital schlagen.

Die SGH, die auf Christian Schauer (Urlaub) und Stephan Wendling (erkältet) verzichten musste, vergab gleich ein halbes Dutzend freier Würfe und war deshalb in der Anfangsphase ebenfalls nur zwei Mal erfolgreich. Zwanzig Minuten lang verlief das Spiel ausgeglichen (7:8). "Bis dahin war unser Auftreten okay, der Kampf hat gestimmt, es gab im Grunde nur die mangelhafte Chancenverwertung zu beklagen. Aber danach lief es genau wie in den letzten Partien" klagte St. Ingberts Trainer Martin Schwarz. Denn in der Folge gewannen die Gäste in der Offensive an Sicherheit, während die SGH sich in eine Art Tiefschlaf verabschiedete. Mit acht Toren in sechs Minuten zog Saarlouis unaufhaltsam davon. 9:16 aus SGH-Sicht hieß es zur Pause.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte. Vor allem über den Kreis kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren. St. Ingbert agierte zu hektisch, feuerte aus dem Rückraum verzweifelte Würfe aus großer Distanz ab, weil über den Kreis und die Außenpositionen an diesem Abend überhaupt nichts funktionierte.

Zu allem Überfluss musste in dieser Phase Ralf Wilhelm mit einer Prellung vom Feld. 12:24 lautete das niederschmetternde Zwischenergebnis nach 45 Minuten. In der Schlussviertelstunde wurden die Hausherren wieder etwas stärker und warfen immerhin noch acht Tore.

"Wenn ich unter der Woche nur fünf Feldspieler im Training habe, ist es natürlich schwer, Spielzüge einzustudieren", meinte der angesäuerte Martin Schwarz nach der Partie, "außerdem fehlt mir, dass sich die Mannschaft gegenseitig pusht und aufmuntert."

Patrick Richter, mit sieben Toren treffsicherster Schütze, monierte: "Nach ordentlichem Beginn ist bei uns wieder der Schlendrian eingekehrt. Wir fangen zu viele Treffer nach Gegenstößen und in der Abwehr stimmt die Absprache nicht. Wir müssen uns im Pokal nächste Woche unbedingt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zurückholen."

SGH-Tore: Patrick Richter (7), Martin Meinhard (5), Manuel Wilhelm (4), Dennis Philipp, Dirk Blaumeiser, Sebastian Diener, Jaroslav Dobrovodsky (je 1).