SGH stoppt Talfahrt

St. Ingbert. Jubelnde Zuschauer, ein zufriedener Trainer und vor allem jede Menge sichtbar gelöste Spielergesichter. Die Erleichterung schien bei den Saarlandliga-Handballern der SGH St. Ingbert nach dem 35:27-Erfolg gegen die HSG Dudweiler/Fischbach am Samstagabend mit Händen greifbar

St. Ingbert. Jubelnde Zuschauer, ein zufriedener Trainer und vor allem jede Menge sichtbar gelöste Spielergesichter. Die Erleichterung schien bei den Saarlandliga-Handballern der SGH St. Ingbert nach dem 35:27-Erfolg gegen die HSG Dudweiler/Fischbach am Samstagabend mit Händen greifbar. Auf dem Papier zwar nicht mehr als ein Pflichtsieg gegen das Tabellenschlusslicht, kam der Erfolg für die SGH nach zuvor drei Niederlagen in Folge dennoch einem Befreiungsschlag gleich. "Es war keine besonders schöne Partie, aber nach den letzten Spielen bin ich einfach nur froh, dass wir wieder gewinnen konnten", gab SGH-Trainer Mirko Schwarz zu Protokoll, "wir werden im Training natürlich die Fehler aufarbeiten, die wir gemacht haben, aber das wichtigste war für uns heute ganz eindeutig der Sieg". Dieser fiel wenig glanzvoll, aber dafür souverän aus.

Vor 200 Zuschauern in der Ingobertushalle kam St. Ingbert zunächst besser in die Partie. Drei schnelle Tore der SGH zu Beginn waren von Dudweiler unbeantwortet geblieben, so dass Gästetrainer Marco Recktenwald schon nach fünf Minuten die erste Auszeit nahm. In der Folge entwickelte sich ein hektisches Spiel mit technischen Fehlern auf beiden Seiten. Die SGH wirkte engagiert, nach den letzten Ergebnissen aber auch nervös. Bis zur Halbzeit konnte sie den Vorsprung nur noch leicht ausbauen (17:13). St. Ingbert kam dann mit mehr Selbstbewusstsein aus der Kabine. Die SGH agierte zwar auch im zweiten Spielabschnitt nicht fehlerfrei, minimierte aber die Fehler im Abwehrverbund deutlich und konnte sich deshalb entscheidend absetzen.

Mit einer komfortablen Acht-Tore-Führung ging es in die letzte Viertelstunde (25:17). Schwarz wechselte nun munter durch und ließ einige Spieler aus der 2. Mannschaft zum Zuge kommen. SGH-Torwart Jadran Pesic analysierte den Auftritt seiner Mannschaft: "Das war heute ein Arbeitssieg. Wir waren zwar phasenweise wieder zu unkonzentriert, aber als Mannschaft haben wir gut funktioniert. Außerdem hatten wir endlich mehr Tempo im Spiel nach vorne." Nächsten Sonntag tritt die SGH beim TBS Saarbrücken an "Wir sind zwar nicht der Favorit", sagt Pesic: "Aber wenn wir auf der Leistung von heute aufbauen, können wir von dort etwas Zählbares mitbringen."

SGH-Tore: Philipp Michel (8), Sebastian Diener (6), Michael Bauer (5), Martin Hoffmann (4), Dirk Blaumeiser, Stephan Wendling (je 3), Florian Wendel (2), Christian Schauer, Manuel Wilhelm, Martin Meinhardt, Th. Blaumeiser (je 1).

"Das war heute ein Arbeitssieg."

SGH-Torwart Jadran Pesic